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MATTIGHOFEN. Die Wandmalereien im historischen Kreuzgang der Stiftspfarrkirche Mattighofen werden saniert. Dazu gibt es am Mittwoch, 22. Juni, um 17 Uhr eine Sonderführung.

Der Kreuzgang zeigt unter anderem die Heilige Ursula. (Foto: HP Schaller)
Der Kreuzgang zeigt unter anderem die Heilige Ursula. (Foto: HP Schaller)

Die Wandmalereien in der Stiftspfarrkirche Mattighofen sind eine Besonderheit. Der Kreuzgang stammt aus der Zeit der Gotik und es wird vermutet, dass er in der ersten Hälfte des 15. Jahrhunderts erbaut worden ist. Die Malereien wurden um 1600 angefertigt und im Stil der Spätrenaissance beziehungsweise des Frühbarock umgesetzt.

Beim Kreuzgang sind 21 Heiligendarstellungen und zwei größere Darstellungen des Leidens Christi zu sehen. Abgebildet ist neben dem Heiligen Michael und Karl dem Großen etwa auch Rochus. Er wird als Patron gegen Pest und Seuchen verehrt und wurde wunderbarerweise von der Pest geheilt, starb allerdings als Spion eingekerkert im Gefängnis.

Frauendarstellungen

Auch mehrere Frauen, wie Margareta, Agnes oder Ursula, die schon im dritten Jahrhundert den Märtyrertod erlitten hatte und über deren angeblichen drei Gräbern eine Kirche errichtet worden war, sind zu sehen.

Kostbarkeit der Stadt

„Diese Malereien sind eine besondere Kostbarkeit der Stadt Mattighofen und natürlich unserer Kirche“, betont Mattighofens Pfarrer Leon Sireisky.

Nun müssen die Malereien allerdings saniert und restauriert werden. Sireisky und Stiftspropst Walter Plettenbauer rufen daher zur Unterstützung auf. Wer mithelfen möchte, kann das durch eine Spende, aber auch durch eine Patenschaft oder den Ankauf eines „Bausteins“ machen. Die Patenschaft für eine Heiligendarstellung beträgt beispielsweise 2.000 Euro.

Sonderführung

Die Sonderführung am 22. Juni gibt einen Einblick in die besonderen Wandmalereien. Interessierte können sich bei hildegard.gaber@dioezese-linz.at oder unter 0664/5933794 melden. Bei Hildegard Gaber gibt es auch weitere Infos zu dem Projekt.


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