Maßnahmen gegen Saatkrähen im Braunauer Palmpark
BRAUNAU. Die wachsende Kolonie von Saatkrähen im Palmpark Braunau sorgt seit einiger Zeit für Probleme. Vor allem Lärm, Verschmutzung und herabfallendes Nistmaterial belasten Anrainer und Besucher zunehmend. Nun wurde eine Lösung gefunden.

Von der Naturschutzbehörde wurden Gegenmaßnahmen bewilligt, die die Situation entschärfen sollen. Geplant ist unter anderem der Einsatz von akustischen Reizen, um die Vögel zu vertreiben. Die dafür notwendige technische Ausrüstung wurde beschafft und an die örtlichen Gegebenheiten angepasst. Zusätzlich wird versucht, die Kolonie vor der Brutzeit in das nahe gelegene Augebiet umzusiedeln.
Die Maßnahmen wurden in Abstimmung mit Fachleuten entwickelt und sollen im Einklang mit dem Naturschutz stehen. Ziel ist es nicht, die Tiere zu verdrängen, sondern sie in geeignetere Lebensräume zu lenken und gleichzeitig die Belastung für die Bevölkerung zu reduzieren.


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18.03.2026 12:12
Krähenjagd beenden!
Die Saatkrähen haben gelernt, dass Brutkolonien in Parks in Städten sicherer sind als außerhalb von Siedlungen, wo (Raben-)Krähen gejagt werden dürfen. In Oberösterreich werden jährlich etwa 23.000 Rabenkrähen legal erlegt, der Bestand ändert sich dadurch nicht. Die Jagd im Bezirk Braunau ist stolz auf ihre „Niederwildhege“, jährlich werden „Krähenwochen“ organisiert. Die Verwechslungsgefahr zwischen jungen Rabenkrähen und jungen Saatkrähen ist groß. Außerdem wissen die Saatkrähen nicht, dass nur die Rabenkrähen getötet werden dürfen. Die Jägerschaft im Umkreis von Braunau sollte die Krähenjagd einstellen. Nur dann besteht eine Chance, die Saatkrähen aus dem Palmpark zu vertreiben.