Supermoto: Innviertler trumphten beim Weltmeisterschafts-Finale auf
INNVIERTEL/MELK. Die Motorsportler aus dem Innviertel blicken auf ein erfolgreiches Wochenden beim Supermoto Weltmeisterschafts-Finale in Melk zurück.

Die Eindrucksvolle Bilanz nach dem Weltmeisterschaftsfinale in Melk am vergangenen Wochenende: Doppelsieg für Lukas Höllbacher aus Ranshofen, Platz drei und vier für Hannes Maier aus Eggelsberg und Platz zehn und vier für Rudi Bauer aus Kopfing. Die Drei bildeten also nicht umsonst die österreichische Vertretung beim Supermoto der Nationen. Den heimischen Erfolg komplettierte Laura Höllbacher in der Klasse Junioren mit einem dritten Gesamtrang.
In der Gesamtwertung der WM hatte Lukas Höllbacher 5 Punkte Rückstand auf den Drittplatzierten, hatte also noch alle Chancen und: Heimvorteil.
Schon nach dem Zeittraining waren die ersten Startreihen ziemlich in Innviertler-Hand. Die Bestzeit hatte allerdings der amtierende Weltmeister Thomas Chareyre. Dass er gewillt ist zu gewinnen, zeigte dieser schon vom Start weg. Er stürmte vom Start weg voran, verfolgt von den Innviertlern und dem Italiener Lazzarini. Der Gaststarter Hannes Maier schlug eine sagenhaftes Tempo an, konnte jedoch dem Tempo von Lukas Höllbacher nicht lange standhalten. Als Rudi Bauer aus eigenem Verschulden stürzte, war der Weg für den Ranshofener frei, um den Weltmeister anzugreifen. Mit einem sauberen Manöver beim Anbremsen vor einem Offroadteil eroberte er die Führung und gab sie bis zum Schluss nicht mehr ab.
Mit seinem Wahnsinntempo und den Überholmanövern begeisterte der 20-jährige Bäcker und Husqvarna-Pilot aus Ranshofen die Zuschauer am Wachauring, besonders auch die 45 mitgereisten Fans aus Gilgenberg und Ranshofen.
Ergebnis des ersten Laufs:
- Lukas Höllbacher, Husqvarna (AUT)
- Thomas Chareyre, TM (FRA)
- Ivan Lazzarini, Honda (ITA)
- Hannes Maier, KTM (AUT)
Da der bis dahin Drittplatzierte Tscheche Pavel Kejmar mit einem Reifenschaden ausgefallen war, konnte ihn Höllbacher in der Gesamtwertung überholen, aber den Sack noch nicht zumachen.
Der zweite Lauf begann wie der erste, Thomas Chareyre voran und die Innviertler hinterher. Besonders stark auch diesmal wieder KTM-Testfahrer Hannes Maier, der sich erst vor einem Monat um einen Gaststart beworben hatte. Nach drei Runden wechselten die Plätze hinter dem Weltmeister, Bauer fiel auf den vierten Platz zurück, Maier auf zwei, Höllbacher auf drei. Das blieb er auch, bis vier Runden vor Schluss. Mit einem sagenhaften Manöver beim Anbremsen überholte der Ranshofner gleich beide vor ihm liegenden, übernahm unter dem Jubel der Zuschauer die Führung und behielt sie bis zum Schluss. Mit dem zweifachen Triumph sicherte er sich auch den dritten Platz in der Gesamtwertung der Weltmeisterschaft.
„Es waren einfach sagenhaft geile Rennen“, meinte Höllbacher nachher und genoss den Jubel der Fans bei der Siegerehrung. „Das hätte ich nie geglaubt, dass ich da so mitfahren kann“, strahlte auch Hannes Maier, dessen Vater dem Motor seiner KTM wohl ein paar zusätzliche PS eingehaucht hatte.
Ergebnis des zweiten Laufs:
- Lukas Höllbacher, Husqvarna (AUT)
- Pavel Kejmar, Husqvarna (CZE)
- Hannes Maier, KTM (AUT)
- Rudi Bauer, KTM (AUT)
Tageswertung:
- Lukas Höllbacher, Husqvarna (AUT)
- Hannes Maier, KTM (AUT)
- Thomas Chareyre, TM (FRA)
WM-Endstand:
- Thomas Chareyre (FRA)
- Ivan Lazzarini, Honda (ITA)
- Lukas Höllbacher, Husqvarna (AUT)
Laura und Lukas fahren nächstes Wochenende zum Saisonfinale der Deutschen Meisterschaft nach Stendal (D). Wobei Lukas beruhigt antreten kann, denn mit 51 Punkten Vorsprung ist er nicht mehr einzuholen. Schwester Laura liegt in der Klasse P3 derzeit mit 212 Punkten auf Platz drei, hat aber noch die Chance auf den zweiten Gesamtrang.


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