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AMAG. Die wirtschaftlichen Auswirkungen der Coronakrise haben nun auch die Amag voll getroffen. Vor allem die Aufträge aus der Automobilindustrie gingen stark zurück. Das Unternehmen führt daher ab 1. April Kurzarbeit ein.

Foto: Amag
Foto: Amag

Die weltweite Corona Pandemie hat mittlerweile auch deutlich spürbare Auswirkungen auf die Nachfrage nach Produkten der Amag, wie das Unternehmen in einer Aussendung berichtet. Insbesondere Werkschließungen in der Automobilindustrie aber auch Rückgänge im Maschinen- und Anlagenbau sowie im Bauwesen würden Kapazitätsanpassungen erfordern. Die Amag beantragt daher für den Standort Ranshofen ab 1. April Kurzarbeit, um flexibel auf die zu erwartenden Auslastungsschwankungen reagieren zu können und gleichzeitig die Arbeitsplätze der Mitarbeiter abzusichern.

Als systemrelevant eingestuft

Als wesentlicher Lieferant von Aluminiumbändern für die Verpackung von Arzneimittel, Lebensmittel und Tierfutter wird die Amag vom Bundesministerium für Inneres als „kritische Infrastruktur“ für die Versorgung der österreichischen Bevölkerung eingestuft. Die zentrale Herausforderung ist daher, die Gesundheit der Mitarbeiter sicherzustellen und gleichzeitig die Versorgung der weiterverarbeitenden Industrie mit Aluminiumprodukten der Amag zu gewährleisten. Zum Schutz der Mitarbeiter wurden in der Amagunmittelbar nach dem ersten Auftreten der Krankheit in Österreich umfangreiche Präventivmaßnahmen umgesetzt, welche laut dem Unternehmen laufend an die aktuelle Situation angepasst werden.

Nicht von außereuropäischen Zulieferern abhängig

Für die Aufrechterhaltung der Lieferfähigkeit wiederum ist die Versorgung mit Vormaterial für die Amag von besonderer Bedeutung. Die Amagist hier strategisch sehr gut positioniert. In Ranshofen deckt Aluminiumschrott rund 75 Prozent des Vormaterialbedarfs ab. Mit modernsten Einrichtungen zum umweltgerechten Recycling ist die Amag auch in diesem Bereich sehr gut aufgestellt und nicht von außereuropäischen Zulieferern abhängig.

Auswirkungen noch nicht absehbar

„Das Instrument der österreichischen Kurzarbeit gepaart mit einer soliden finanziellen Ausgangsbasis und einer stabilen Eigentümerstruktur sichern gerade in Zeiten der Krise die hochwertigen Arbeitsplätze in der Amag. Unser Dank gilt ganz besonders allen unseren Mitarbeiterinnen und Mitarbeitern für ihren Einsatz, insbesondere jenen, die täglich in der Produktion ihren Dienst versehen und damit einen entscheidenden Beitrag zur Versorgungssicherheit in Österreich leisten“, betont Gerald Mayer, CEO der Amag Austria Metall AG. Eine belastbare Einschätzung der Auswirkung der aktuellen Krise auf das Ergebnis des Jahres 2020 ist zurzeit aufgrund der gegebenen Unsicherheiten nicht möglich.


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