Kammer-Gespräch: Langer-Weninger und Dietachmair stellten sich intensiver Diskussion
MAUERKIRCHEN/BEZIRK BRAUNAU. Landwirtschaftskammer-Präsidentin Michaela Langer-Weninger und Kammerdirektor Karl Dietachmair stellten sich im Rahmen ihrer Bezirkstour in Mauerkirchen den Fragen und Anliegen der Landwirte vor Ort. Bis in die späten Abendstunden wurde über die aktuellen Themen- und Problemfelder der Branche diskutiert.

Fast bis Mitternacht wurde in der vergangenen Woche in der Landwirtschaftlichen Fachschule in Mauerkirchen im Rahmen der Bezirkstour der Spitze der Landwirtschaftskammer Oberösterreich über aktuelle Themen und eventuelle Problemfelder der Branche diskutiert. Kammer-Präsident Michael Langer-Weninger und Kammer-Direktor Karl Dietachmair nahmen sich dabei viel Zeit für die Fragen und Anliegen der Landwirte aus dem Bezirk. Trotz der Corona-Bestimmungen war der Saal bei der Veranstaltung gut gefüllt. Langer-Weninger und Dietachmair betonten in ihren Ansprachen, wie wichtig ihnen der direkte Austausch mit den Bäuerinnen und Bauern vor Ort sei, um gezielt auf ihre Bedürfnisse und Wünsche bei ihrer Arbeit in der Kammer eingehen zu können.
Auswirkungen der Corona-Krise
Die Corona-Krise habe auch die Arbeit in der Landwirtschaft in den vergangenen Monaten sehr gesprägt, so die einhellige Meinung in Mauerkirchen. Dietachmair stellte eingangs aktuelle Maßnahmenpakete wie etwa die neue Investitionsprämie oder etwa das 350 Millionen Euro schwere Waldfondsgesetz vor. Einen Vorteil sah er durch die Corona-Krise für die Landwirtschaft: „In der Bevölkerung ist ein neues Bewusstsein für heimische, regionale Lebensmittel gerade während des Lockdowns entstanden, was ein sehr positiver Aspekt für die Branche ist.“ Langer-Weninger wolle mit ihrer Arbeit in der Kammer gute Rahmenbedingungen für Landwirte vor Ort schaffen, die drei Prozent der Bevölkerung in Oberösterreich ausmachen. Wichtig sei dabei unter anderem die Einführung der Herkunftskennzeichnung bei Lebensmitteln. Im Rahmen einer Online-Umfrage, an der sich 800 Bauern aus Oberösterreich beteiligten, wurde von der Landwirtschaftskammer ein Zehn-Punkte-Plan für die Zukunft entwickelt, den die LK-Präsidentin den Landwirten des Bezirks näherbrachte.
Lebhafte Diskussionsrunde
Bei der anschließenden Diskussionsrunde ging es dann unter anderem um die Punkte Förderungen, Zertifikate, Herkunftskennzeichnungen, Ammoniakreduktion, Naturschutzflächen und Flächenfraß. Die Debatte, bei der auch offen über die Zukunft der Landwirtschaft gerade im Hinblick auf die Rentabilität diskutiert wurde, entwickelte sich speziell zum Ende hin sehr lebhaft. Auch der Brexit und die Afrikanische Schweinepest sowie deren mögliche Folgen für die Landwirtschaft vor Ort wurden noch zum Thema. „Das war auf jeden Fall bisher der Rekord für die längste Diskussion in allen Bezirken“, stellte Langer-Weninger am Ende der rund vierstündigen Veranstaltung schmunzelnd fest.


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