Arbeiterkammer: Im Krisenjahr konnten 4,2 Millionen Euro im Bezirk erkämpft werden
BEZIRK BRAUNAU. Die Corona-Krise hat sich auch in der Bilanz der Arbeiterkammer im Jahr 2020 bemerkbar gemacht. Die Beratungen stiegen im Bezirk um knapp acht Prozent. 6.212 Arbeitnehmer suchten bei der Kammer Rat und Hilfe. Die AK konnte im letzten Jahr rund 4,2 Millionen Euro für die Beschäftigten erkämpfen.

Die telefonische und E-Mail-Beratung ist bei der Arbeiterkammer Braunau im Corona- und Krisenjahr 2020 deutlich angestiegen. Noch nie zuvor suchten so viele Menschen Rat und Hilfe bei den Servicestellen der AK OÖ wie im letzten Jahr. Im Bezirk Braunau waren es 6.212 Arbeitnehmer, die Beratungen steigerten sich um knapp acht Prozent. Erkämpfen konnte die AK im Bezirk dabei alles in allem knapp 4,2 Millionen Euro.
Während der Anteil der persönlichen Beratungen landesweit um 28 Prozent zurückging, konnte bei Mail-Anfragen ein Anstieg um 71 Prozent sowie bei Anfragen per Telefon eine Steigerung um 20 Prozent verzeichnet werden. Insgesamt konnten 119,7 Millionen Euro für die oberösterreichischen Beschäftigten erkämpft werden. Aufgrund von Arbeitslosigkeit, Kurzarbeit, der Angst vor Jobverlust, Probleme bei der Organisation der Kinderbetreuung und finanzieller Sorgen liefen die Telefonleitungen der Braunauer Bezirksstelle häufig heiß. Gerade die Flut an Gesetzen, Verordnungen, Erlässen und rechtlichen Grundlagen, die häufig geändert und missverständlich formuliert waren, machte es den Experten der Arbeiterkammer vor Ort schwer, seriöse Auskünfte zu geben, berichtet Bezirksstellenleiter Stefan Wimmer.
Viele telefonische Beratungen
Sechs von zehn Ratsuchenden im Bezirk nahmen eine telefonische Beratung in Anspruch. Die persönlichen Beratungen gingen um ein Achtel zurück. Sprunghaft gestiegen sind dagegen die Mail-Anfragen, von 235 auf 494. In 217 gerichtlich oder außergerichtlich erledigten arbeitsrechtlichen Fällen konnten rund 840.000 Euro herausgeholt werden. In Sozialrechtsangelegenheiten erstritt die AK Braunau 2020 in 110 Fällen knapp 3,3 Millionen Euro. Zusätzlich wurden für Arbeitnehmer aus insolventen Betrieben 48.702 Euro durchgesetzt.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden