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Waidbacher und Schnöll tauschten sich über LKW-Fahrverbote und Mattigtalbahn aus

Alexander Kobler, 20.09.2021 16:06

OSTERMIETHING. In Ostermiething trafen sich Braunaus Bürgermeister Johannes Waidbacher und der Salzburger Verkehrs-Landesrat Stefan Schnöll zu einem Arbeitsgespräch. Im Mittelpunkt dabei stand die Elektrifizierung der Mattigtalbahn und das LKW-Fahrverbot auf der B156 und B148. 

  1 / 2   Salzburgs Verkehrs-Landesrat Stefan Schnöll (l.) und Braunaus Bürgermeister Johannes Waidbacher (Foto: ÖVP)

Am heutigen Montag, 20. September, trafen sich der Braunauer Bürgermeister Johannes Waidbacher und der Salzburger Verkehrs-Landesrat Stefan Schnöll zu einem Arbeitsgespräch am Bahnhof in Ostermiething. Dabei standen zwei zentrale Themen im Mittelpunkt, die Elektrifizierung der Mattigtalbahn und das LKW-Fahrverbot auf der B156 und der B148.  

Gleich zu Beginn des Gesprächs hielt Waidbacher fest, dass die Region Braunau eng mit dem Bundesland Salzburg verbunden sei. Sowohl aus wirtschaftlicher als auch aus verkehrstechnischer Sicht. Ein Zeichen dafür sind beispielsweise der Verkehr zwischen Braunau und Salzburg stetig zunimmt und dass der Bezirk Braunau in die Ziel- und Quellverkehrsregelung des Landes Salzburg aufgenommen wurden. Daher ist es wichtig, dass mit der Elektrifizierung der Mattigtalbahn auch die Verbindung attraktiver wird. „Die Mattigtalbahn muss eine attraktive Alternative zum Individualverkehr werden“, betont der Braunauer Bürgermeister. 

In den vergangenen Schulferien wurden auf dem Abschnitt zwischen Steindorf und Friedburg 480 Meter Gleis auf eine neue Trasse verlegt, der Unterbau komplett erneuert und eine Unterführung als künftigen Ersatz für zwei Eisenbahnkreuzungen errichtet. Gleichzeitig wurden wichtige Maßnahmen für die bevorstehende Elektrifizierung des Abschnitts bis Dezember getroffen und neue, barrierefreie Bahnsteige an den Stationen Steindorf und Friedburg errichtet. „Bis Dezember werden beide Bahnhöfe barrierefrei und modernisiert, weiters entsteht eine P&R-Anlage mit etwa 100 Autoabstellplätze, dazu überdachte Abstellplätze für Fahrräder“, so Landesrat Schnöll.  

Immer mehr LKWs werden zum Problem

Aber nicht nur die Mattigtalbahn verbindet die Region Braunau und das Bundesland Salzburg, sondern auch die Problematik mit dem starkzunehmenden LKW-Verkehr. Bereits seit 2010 gibt es ein LKW-Fahrverbot auf der B148 für Lastwagen über 3,5 Tonnen, mit Ausnahme von all jenen, die in Ziel- und Quellverkehrsregelung fallen. Um das LKW-Fahrverbot aber auch kontrollieren zu können, bräuchte es dafür auch den Platz. Daher sind auch die geplanten Kontrollplätze sehr zu begrüßen. „Denn die mehr als 3.000 LKW, die binnen 24 Stunden über die B148 rollen, sind für alle eine Zumutung. Speziell in den letzten Jahren hat der Verkehr sehr stark zugenommen. So wurden im Vergleich zum Jahr 2019 noch rund 700 LKW weniger gemessen“, hält Waidbacher fest und setzt fort: „Genau aus diesem Grund, freue ich mich sehr auf den heutigen Austausch, da es Landesrat Stefan Schnöll war, der auf der B156 das LKW-Fahrverbot vor eineinhalb Jahren eingeführt hat.“  

Von 2010 bis 2019 hat sich der Schwerverkehr auf der Lamprechtshausener Bundesstraße um 44 Prozent gesteigert. „Eine solche Belastung war für die Anrainer nicht mehr zumutbar. Bei der Einführung des Fahrverbots haben wir mit einer Reduktion von zehn Prozent gerechnet. Schlussendlich zeigen die Zahlen, dass die Maßnahmen wirken und somit täglich rund 250 LKW weniger auf der B156 unterwegs sind“, zieht Stefan Schnöll eine erste Bilanz.  

„Eine solche spürbare Reduktion wäre auch auf der B148 wünschenswert und würde die Anrainer entlang der Altheimer Bundesstraße sehr entlasten“, so Waidbacher. „Aus diesem Grund werden wir als Stadt Braunau auch gleich die ersten Schritte einleiten und beim Land Oberösterreich eine nächtliche Geschwindigkeitsbegrenzung auf der B148 von 80 km/h fordern und zusätzlich den Bau von Lärmschutzwänden entlang der B148 im Gemeindegebiet von Braunau prüfen lassen.“


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