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RANSHOFEN. Die AMAG unterstützt die Forschung für additive Fertigung an der TU Graz mit einer Hightech-Anlage. Am Dienstag, 15. März, wurde an der TU Graz ein Schenkungsvertrag dazu unterzeichnet.

  1 / 3   V. l.: Rektor Harald Kainz, Helmut Kaufmann, Technikvorstand der AMAG Austria Metall AG und Christof Sommitsch, Leiter des Instituts für Werkstoffkunde, Fügetechnik und Umformtechnik der TU Graz (Foto: Lunghammer – TU Graz)

Die AMAG als Österreichs größter Aluminiumhersteller und Verarbeiter ist vor eineinhalb Jahren in das Geschäft der Komponentenfertigung für Luft- und Raumfahrt durch Akquisition eingestiegen. Die kürzlich zur Gänze übernommene Firma AMAG components mit den Standorten Übersee am Chiemsee und Karlsruhe ist Spezialist in der mechanischen Bearbeitung von Aluminium- und Titanbauteilen. AMAG components beschäftigt sich seit 2018/19 mit der additiven Fertigung für Titanstrukturbauteile für die Luftfahrt - in der Forschung bis hin zu Demonstrationsteilen.

Anlage für Labor an der TU Graz

Die TU Graz betreibt ein Labor für additive Fertigung, das von Franz Haas (Leiter des Instituts für Fertigungstechnik) und Christof Sommitsch (Leiter des Instituts für Werkstoffkunde, Fügetechnik und Umformtechnik) geleitet wird. Beide Professoren sind Mitglieder im wissenschaftlichen Beirat der AMAG.

Zur Stärkung der Kooperation und zur Förderung der Forschung und Ausbildung schenkt die AMAG der TU Graz nun eine hochmoderne Anlage aus dem Bestand der AMAG components in Übersee am Chiemsee. Die Anlage mit einem Neuwert von rund 800.000 EUR wurde bei AMAG components zuletzt für die Forschung und die Fertigung von Demonstrationsteilen aus Titan genutzt. Im universitären Umfeld sollen nun unter Einbeziehung der Expertisen der beiden beteiligten Institute Erkenntnisse zum Materialverhalten sowie zu den erzielbaren Eigenschaften der erzeugten Komponenten aus unterschiedlichen Werkstoffen gewonnen werden. Den Studierenden steht damit ein hochmodernes industrielles Werkzeug für ihre Ausbildung zur Verfügung.

Vertrag unterzeichnet

Am Dienstag wurde an der TU Graz in Anwesenheit von Rektor Harald Kainz sowie den Professoren Franz Haas und Christof Sommitsch und Helmut Kaufmann, Technikvorstand der AMAG, der Schenkungsvertrag unterzeichnet.

„Für die AMAG ist die Innovation eine wesentliche Säule der Unternehmensstrategie. Begleitend dazu ist die Ausbildung von Experten und damit die Zusammenarbeit mit den Top-Universitäten für uns besonders wichtig. Wir kooperieren seit Jahren erfolgreich mit der TU Graz in der Forschung an innovativer Fertigungstechnik und Werkstoffentwicklung für Leichtmetalle und wollen diese auch weiter vorantreiben. Die Ausbildung von wissenschaftlichem Nachwuchs im Bereich der Fertigungstechnik ist uns ein großes Anliegen, nicht zuletzt, weil die AMAG im Bereich der Komponenten-fertigung weiterwachsen will und dazu kompetente Mitarbeiter benötigt“, so Kaufmann.

„Von unserer Kooperation mit der AMAG und der neuen High-Tech Anlage profitieren Forschende wie Studierende gleichermaßen. Sie finden eine leistungsstarke und hochmoderne Forschungsumgebung vor und können Studium und Forschung zielgerichtet und rasch mit geschäftsspezifischen Anforderungen der Industrie verknüpfen. Der Techniknachwuchs an der TU Graz ist unmittelbar in laufende Forschungsprojekte integriert und wird so bestmöglich auf Beruf und Karriere in Industrie und Wirtschaft vorbereitet“, freut sich auch Rektor Harald Kainz.

Franz Haas unterstreicht: „Die Kooperation und die Schenkung st für uns ein klares Zeichen der Wertschätzung unserer Arbeit und Leistungen. Der Zeitpunkt der Schenkung ist besonders passend, da wir an der TU Graz im Herbst eine große internationale Konferenz zum Thema ‚Additive Fertigung‘ abhalten und dabei die neue Anlage auch präsentieren wollen.“


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