Hitze-App für Bauarbeiter
BRAUNAU. Die Gewerkschaft Bau-Holz hat gemeinsam mit der Arbeiterkammer und Global 2000 eine Hitze-App entwickelt, die Bauarbeiter ab einer Temperatur von 32,5 Grad Celsius im Schatten mit einem Signalton warnt, dass es zu heiß zum Arbeiten ist. Die App übermittelt zudem einen Nachweis, den die Bauarbeiter vorlegen können, um hitzefrei zu bekommen.

Für Bauarbeiter gibt es die Möglichkeit, ab einer Temperatur von 32,5 Grad Celsius im Schatten am Arbeitsort hitzefrei zu bekommen. In diesem Fall erhalten die Arbeitnehmer dennoch 60 Prozent ihres normalen Lohnes als Entschädigung. Es gibt zwar keinen Rechtsanspruch darauf, der Arbeitgeber bekommt jedoch die Kosten ersetzt, wenn er seinem Arbeitnehmer hitzefrei gewährt.
Temperaturen in Echtzeit und mit Nachweis
Ein Nachweis, dass es wirklich die erforderlichen 32,5 Grad Celsius am Arbeitsort hatte, ist kaum möglich. Aus diesem Grund hat die Gewerkschaft Bau-Holz gemeinsam mit der Arbeiterkammer und Global 2000 eine Hitze-App fürs Handy entwickelt. Dabei wird eine Echtzeit-Schnittstelle zur nächstgelegenen Messstelle der ZAMG, Zentralanstalt für Metereologie und Geodynamik, hergestellt und ein Warnsignal übermittelt, sobald die Temperaturen den Sollwert übersteigen. Franz Rettensteiner, der Sekretär der Gewerkschaft Bau-Holz, freut sich über die technische Unterstützung für seine Kollegen am Bau: „Die App gewährleistet zu 100 Prozent, dass auch die gesetzlichen Anspruchsvoraussetzungen für die Schlechtwetterentschädigung erfüllt sind. Damit wissen alle Beschäftigten, ob die Möglichkeit auf hitzefrei besteht.“ Er hofft, dass viele Mitarbeiter am Bau von der App Gebrauch machen und die Arbeitgeber die Möglichkeit für hitzefrei auch in Anspruch nehmen. Die App kann kostenlos im Google Play Store oder Apple App Store heruntergeladen werden.


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