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BRAUNAU-RANSHOFEN/NEUKIRCHEN. Schon jahrelang war hitzig über die mögliche Betriebserweiterung der AMAG im angrenzenden Waldgebiet des Lachforstes diskutiert worden. Eine mögliche Umwidmung von gut 70 Hektar Wald in Industriegebiet stand dabei im Raum. Nun erklärte der Aluminiumkonzern, dass er auf einen entsprechenden Ausbau verzichtet.

Die AMAG plant keine Betriebserweiterung im Gebiet des Lachforstes. (Foto: AMAG)
Die AMAG plant keine Betriebserweiterung im Gebiet des Lachforstes. (Foto: AMAG)

Das gab der Vorstandsvorsitzende der AMAG, Gerald Mayer, gegenüber den OÖN im Rahmen einer Buchpräsentation bekannt. Unternehmenssprecher Leopold Pöcksteiner konnte das gegenüber Tips bestätigen: „Die AMAG hat von der Stadtgemeinde Braunau eine Option auf eine, an das Werksgelände angrenzende Grundstücksfläche angeboten bekommen. Das Grundstück wäre für uns eine strategische Grundstücksreserve gewesen. Wir haben nun beschlossen diese Option nicht in Anspruch zu nehmen.“

Es lag zwischendurch zwar ein positiver Bescheid des Landes OÖ hinsichtlich der Umweltverträglichkeit vor, der Aluminiumhersteller nimmt von den Ausbauplänen aber dennoch Abstand. Kurz- und mittelfristig werde das Unternehmen diese Fläche mit Sicherheit nicht benötigen, heißt es von Seiten des Firmenspitze.

Wie CEO Mayer weiter ausführte, wolle man bei der AMAG stattdessen auf den Kurs der Nachhaltigkeit und Biodiversität setzen und der Artenvielfalt im Waldgebiet mehr Platz und Bedeutung einräumen. Dieser Entschluss auf eine Erweiterung des Betriebsgeländes zu verzichten, dürfte vor allem auch den Verein „Gesunde Zukunft Braunau“ freuen, der sich mit Nachdruck gegen eine Umwidmung des Naherholungsgebietes im Lachforst eingesetzt hatte.

Grüne froh über Entscheidung

Freude über die Entscheidung herrscht auch bei den Grünen. „Ich gratuliere den Grünen Braunau rund um Umweltsprecher Manuel Parfant und dem Verein 'Gesunde Zukunft Braunau', dass sich der Einsatz für den Lachforst gelohnt hat“, erklärt Landessprecher Stefan Kaineder. „Als logische Konsequenz muss nun das Widmungsverfahren umgehend eingestellt werden“, ergänzt Umweltsprecher Parfant.


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