Sanierungsobjekte werden im Innviertel zunehmend gefragter
INNVIERTEL. Der Einfamilienhausmarkt im Innviertel erlebt einen deutlichen Aufschwung. Im ersten Halbjahr 2026 wurden im Bezirk Braunau 118 Häuser verkauft – ein Plus von 34,7 Prozent gegenüber dem Vergleichszeitraum des Vorjahres. Gleichzeitig bleiben die Preise weitgehend stabil. Das zeigt der aktuelle REMAX-ImmoSpiegel.

In ganz Oberösterreich wurden im ersten Halbjahr 1.122 Einfamilienhäuser verkauft. Damit wurde erstmals seit 2018 wieder die Marke von 1.000 Vertragsabschlüssen überschritten. Auch im Innviertel stiegen die Verkaufszahlen deutlich: Im Bezirk Schärding gab es mit 71 Verkäufen ein Plus von 91,4 Prozent, in Ried wurden 76 Häuser verkauft (+54,8 Prozent). Braunau ist damit weiterhin der mengenstärkste Bezirk der Region.
Bei den Durchschnittspreisen liegt Braunau ebenfalls an der Spitze: Ein Einfamilienhaus kostete hier im ersten Halbjahr durchschnittlich 314.791 Euro. Im Bezirk Ried waren es 296.697 Euro, in Schärding 281.834 Euro. Während die Preise in Braunau und Ried relativ stabil blieben, gab es in Schärding einen stärkeren Anstieg.
Sanieren statt neu bauen
Ein Grund für die steigende Nachfrage nach bestehenden Häusern ist der Rückgang im Neubau. Hohe Baukosten, teure Grundstücke und schwierigere Finanzierungsbedingungen machen den Neubau für viele Familien zunehmend unleistbar. Bestehende Immobilien, auch wenn sie sanierungsbedürftig sind, werden deshalb attraktiver. „Für immer mehr Einfamilienhausinteressenten wird es immer attraktiver, eine bestehende Immobilie zu kaufen, schrittweise zu sanieren und möglichst bald einzuziehen. Der Weg ins Eigenheim führt damit immer häufiger über den Bestand statt über den Neubau“, erklärt Philipp Schrattenecker, Geschäftsführer von REMAX Innova.
Auch der Generationenwechsel bringt Bewegung in den Markt. Geerbte Häuser kommen zunehmend zum Verkauf und eröffnen neuen Käuferschichten die Möglichkeit, Wohneigentum zu erwerben. Laut REMAX Innova profitiert das Unternehmen ebenfalls von der Entwicklung. Geschäftsführer Martin Rachbauer rechnet heuer mit einem Transaktionsvolumen von mehr als 50 Millionen Euro. Rund jedes vierte Einfamilienhaus, das in der Region verkauft wird, werde über eines der Immobilienbüros von REMAX Innova vermittelt.








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