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Online Redaktion, 28.06.2019 06:00

DORFSTETTEN. Vor nicht ganz 30 Jahren wurden die Passionsspiele Dorfstetten aus der Taufe gehoben. Mittlerweile ist die Waldviertler Gemeinde weit und breit als Passionsspielort bekannt. Die Vorbereitungen für die Aufführungen im kommenden Jahr laufen bereits.

Fotos: Privat
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Begonnen hat alles Ende der 1980er Jahre in Bayern. Damals besuchte eine Gruppe Dorfstettner die traditionsreichen Oberammergauer Passionsspiele. Die Idee, Ähnliches auch in der Heimatgemeinde auf die Bühne zu bringen, wurde geboren und fand reichlich Anklang. Die Dorfstettner begannen Texte zu schreiben, Kostüme zu nähen, eine Bühne zu bauen. Auch ein Passionsspielverein wurde gegründet. 1990 folgte schließlich die Uraufführung, Dorfstetten war zu einem Passionsspielort geworden. Seither wird in der Waldviertler Gemeinde im Sechs-Jahres-Rhythmus die Leidensgeschichte Jesu auf die Bühne gebracht.

250 Mitwirkende

Die nächsten Spiele finden 2020 von 12. Juli bis 15. August statt. „Die Vorbereitungen dafür sind schon voll im Laufen“, erklärt der Vereinsobmann der Passionsspiele, Stefan Radinger. „Wir überarbeiten gerade den Text, auch Live-Musik wird es 2020 wieder geben.“ Anfang Dezember werden die Rollen vergeben. Rund 150 Schauspieler – allesamt aus Dorfstetten – beteiligen sich. Insgesamt sind es sogar 250 Dorfstettner, die an den Passionsspielen mitwirken – und das bei 580 Einwohnern. „Fast ganz Dorfstetten ist dabei, vom Zweijährigen bis zum 80-Jährigen“, so Radinger. Rund 5.000 Besucher zählten die letzten Passionsspiele im Jahr 2014. „Fast alle Vorstellungen waren ausverkauft. Die Zuschauer kommen von nah und fern“, freut sich der Obmann. Bereits im November startet für all jene, die zu Weihnachten Tickets für die Passionsspiele verschenken wollen, ein Geschenkskarten-Vorverkauf.


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