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DROSENDORF. Die Volkshochschule (VHS) Drosendorf- Zissersdorf organisierte einen Vortrag über: „Syrien, ein verlorenes Paradies“. Experte Wolfgang Waitzbauer berichtete in seinem Filmvortrag über das wunderbare Land.

Foto: Paul Sippel/pixelio.de
Foto: Paul Sippel/pixelio.de

Syrien gilt- nicht zuletzt aufgrund der ganzjährig Wasser führenden Flüsse Euphrat und Orontes - als geographisches Zentrum der kulturellen Entwicklung, nicht nur für den Nahen Osten, sondern auch für das östliche Mittelmeergebiet. Schon 8.000 Jahre vor Chr. entstanden hier erste feste Siedlungen und entwickelten sich - geradezu revolutionär- Ackerbau, Viehzucht, Töpferei und Webtechnik. Städte wie Damaskus und Aleppo blicken auf eine 5.000 Jahre alte Geschichte zurück und Fremdeinflüsse aus allen Richtungen haben über diese langen Zeiträume zu einer außergewöhnlichen kulturellen Vielfalt beigetragen.

Einführend wurden im Vortrag die verschiedenen, vielfach auch geschichtlich bedeutenden Landschaftsräume zwischen Gebirge und Küstenebene, vom mediterranen Kulturland bis in die Wüste vorgestellt. Es folgte ein Überblick über die unterschiedlichen politischen Epochen mit Beispielen wichtigster Sehenswürdigkeiten, wie etwa die bronzezeitliche Stadt Ugarit (Erfindung des Alphabets!), die einstmals prachtvolle griechisch-römische Stadt Palmyra, die riesige Kreuzfahrerburg Crak des Chevaliers oder die großartige Moschee von Damaskus aus dem achten Jahrhundert und andere. Die Kriegswirren haben dem reichen Kulturerbe des Landes jedoch durch vielfach gezielte Zerstörung und Plünderung schweren, kaum restaurierbaren Schaden zugefügt, wie abschließend an besonders krassen Beispielen kurz dargestellt wurde.

VHS Leiterin Hilde Juricka bedankte sich im Namen der VHS und der vielen Besuchern bei Wolfgang Waitzbauer für den hervorragenden Vortrag und ersuchte den Vortragenden um einen weiteren Vortrag im Herbst.


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