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Großübung Fortuna: Einsatzkräfte des Bezirkes für den Ernstfall gerüstet

Thomas Leitner, 20.11.2019 14:00

EBENSEE. Ein Passagier- und ein Güterzug prallen zusammen. Durch den Aufprall schlugen zwei Waggons des Güterzuges leck. Gefahrstoffe traten aus. Zudem mussten die Einsatzkräfte zahlreiche verletzte Personen retten und versorgen. Diese sehr realistisch gestalteten Übungsszenarien stellten die Einsatzorganisationen des Bezirkes bei einer Nachtübung vor große Herausforderungen. 

Nachtübung Fortuna19. Foto: Hörmandinger
  1 / 5   Nachtübung Fortuna19. Foto: Hörmandinger

Als Schauplatz für diese Gemeinschaftsübung wählten das Rote Kreuz, die Feuerwehr und ÖBB den Ortsteil Roith bei Ebensee. Faktoren wie Nacht, Kälte und spezielle Aufgaben forderten die Einsatzkräfte zusätzlich. Um die angenommenen 30 Verletzten zu versorgen, errichtete das Rote Kreuz eine sogenannte Sanitätshilfsstelle. Ziel dieser organisierten Struktur ist es, ein größeres Schadensereignis mit vielen Verletzten so optimal als möglich zu bewältigen. Um diese Struktur näher kennenzulernen bzw. zu beüben, erklärten sich auch zahlreiche praktische Ärzte des Bezirkes zur Mitarbeit bereit. Eine der Übungsannahmen war auch, dass einige Zuginsassen mit gefährlichen Stoffen in Berührung kamen. Diese Patienten wurden durch die Deko-Einheit des Roten Kreuzes speziell gereinigt und versorgt. Die Mitarbeiter der Krisenintervention betreuten die traumatisierten Betroffenen vor Ort. 

Neben der Patientenversorgung durch das Rote Kreuz stand auch die technische Rettung der Personen, die Beseitigung des Gefahrengutes sowie Sicherungsarbeiten durch die Feuerwehr am Programm. Dazu mussten Spezialkräfte aus dem gesamten Bezirk und darüber hinaus hinzugezogen werden. Insgesamt 100 Feuerwehrleute mit 18 Fahrzeugen der unterschiedlichsten Spezifikationen standen dabei im Einsatz. Exekutivbeamte des Bezirkes leiteten den Verkehr großräumig um.

Das gemeinsame vorrangige Ziel war, dass die über 250 Übungsteilnehmer ihre Fachbereiche zum Einsatz bringen konnten und vor allem die Kommunikationsstrukturen und die Koordination untereinander trainiert wurden. Damit das so realitätsnahe wie möglich passierte, standen dankenswerterweise auch zahlreiche Statisten im Einsatz. Das Team der realistischen Unfalldarstellung des Roten Kreuzes versah sie mit den unterschiedlichsten Verletzungsmustern. Bei der gemeinsamen Nachbesprechung zogen die Übungsteilnehmer ein sehr gutes Resümee. Kleinere Feinabstimmungen im Koordinationsbereich wurden vor Ort geklärt. Alle Einsatzkräfte möchten sich bei den Österreichischen Bundesbahnen ÖBB und der Firma Stern&Hafferl recht herzlich für die großartige Unterstützung danken. Ein herzliches Dankeschön auch an die Feldküche Ebensee, die die Teilnehmer mit wärmendem Tee und einer Jause versorgte.


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