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EBENSEE. Gemeinsam mit der Bergrettung und örtlichen Lawinenkommissionen besichtigte Ministerin Köstinger Schutzvorrichtungen in Oberösterreich.

Ministerin Elisabeth Köstinger besuchte Lawinen-Bauwerke in Ebensee. Foto: Hörmandinger
  1 / 2   Ministerin Elisabeth Köstinger besuchte Lawinen-Bauwerke in Ebensee. Foto: Hörmandinger

Bei einem Besichtigungstermin von Lawinenschutz-Bauwerken in Ebensee bekräftigte Bundesministerin Elisabeth Köstinger ihre volle Unterstützung bei der nachhaltigen Sicherung der Siedlungsgebiete. „Der beste Schutz gegen Lawinen sind technische Maßnahmen und professionell gepflegte Schutzwälder“, betonte Köstinger. „Die Schneemassen der vergangenen Wochen haben uns klar vor Augen geführt, wie groß die Bedrohung durch Lawinenabgänge ist. Ich danke der Wildbach- und Lawinenverbauung für ihre ausgezeichnete Arbeit“, sagt die Ministerin.

Mehr Geld für den Lawinenschutz

Österreichweit gefährden rund 4.600 Lawineneinzugsgebiete den Siedlungsraum. Allein in Oberösterreich sorgen jedoch mehr als 1200 Lawinenschutz-Bauwerke für die Sicherheit der Bevölkerung. „Ohne wirksamen Schutz wäre das Leben in einigen Ortschaften gar nicht möglich, wie zum Beispiel in Hallstatt. Darum investieren wir große Summen, um diese unverzichtbaren Maßnahmen aufrecht zu erhalten und – wo nötig – auch gezielt ausweiten“, erklärte Köstinger. Insgesamt 75 Millionen Euro hat allein der Bund in den vergangenen zehn Jahren dafür bereitgestellt. In Hallstatt wäre ohne die seit 1954 errichteten Lawinenschutzbauwerke oberhalb der Ortschaft kein gesichertes Leben während der Wintermonate möglich.

In Oberösterreich bestehen 1230 Lawinenschutzbauwerke, davon 894 im Bezirk Gmunden, 171 im Bezirk Steyr Land, 161 im Bezirk Kirchdorf und 4 im Bezirk Vöcklabruck. Nach Gemeinden führend ist Ebensee mit 382 vor Hallstatt mit 325 und Weyer mit 171 Bauwerken.

Große Bedeutung der Schutzwälder

Wälder erfüllen eine wichtige Doppelfunktion: Als Kohlenstoffspeicher schützen sie das Klima und die Bevölkerung als natürliche Barriere vor Natur-Gefahren. 30 Prozent des Waldbestandes in Österreich erfüllen eine solche Schutzfunktion. Gesamt investiert der Bund jedes Jahr rund 16 Millionen Euro in den Schutzwald. Circa die gleiche Investitionssumme wird von Ländern, Gemeinde und Forstbetrieben aufgebracht.


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