Gmundner Gemeinderat macht Weg für Hotelprojekt Seeviertel frei
GMUNDEN. In einer Sondergemeinderatssitzung stimmte der Gemeinderat mehrheitlich mit den Stimmen der ÖVP und FPÖ für die Vertragsänderungen des Hotelprojekts im Seeviertel. Damit geben sie den Weg frei für das Bauprojekt im Seeviertel.

Mit dem neu ausgehandelten Baurechtsvertrag kommt die Stadtgemeinde den Investoren Soravia Real Estate und Oberbank entgegen. Diese hatten Änderungen am Vertrag als Bedingung gestellt, um mit dem Bau des 170 bis 180 Millionen Euro teuren Hotelprojektes zu beginnen. Grund dafür sei die Verschlechterung der wirtschaftlichen Rahmenbedingungen seit Unterzeichnung des früheren Vertrages.
Hauptwohnsitzanteil sinkt
Eine wesentliche Änderung betrifft die Wohnungen, die zur Querfinanzierung des Projekts errichtet werden sollen. Statt bisher 75 Prozent müssen künftig nur noch 25 Prozent als Hauptwohnsitze genutzt werden. Damit soll die Vermarktung erleichtert werden.
Für die durch den höheren Zweitwohnsitzanteil entstehende Wertsteigerung zahlt Soravia der Stadt 2,37 Millionen Euro. Die Höhe beruht auf einem Gutachten, wird von den Grünen aber als zu niedrig kritisiert. Nach einem gemeinsam von der ÖVP und FPÖ eingebrachten Antrag beschloss der Gemeinderat, dass dieses Geld der Ausgleichszahlung ausschließlich für die Schaffung von leistbarem Wohnraum verwendet werden soll.
Vier-Sterne-Hotel geplant
Das Hotel ist mit 120 bis 125 Zimmern geplant. Der Vertrag schreibt einen Betrieb als Vier-Sterne-Hotel für mindestens 20 Jahre vor. Vorgesehen sind zudem 195 Gastronomie- und 120 Seminarplätze.
Anders als bisher darf das Baurecht künftig bereits vor Fertigstellung des Projekts verkauft werden. Diese Regelung stößt bei SPÖ, Grünen, Liste WIA und Neos auf Kritik.
Kritik am Vorgehen
SPÖ, Grüne, Liste WIA und Neos kritisierten, dass der Vertrag erst am Sitzungstag übermittelt worden sei und der Rechtsausschuss keine Beschlussempfehlung abgegeben habe. Ein Vertagungsantrag der Grünen scheiterte an ÖVP und FPÖ.
Bürgermeister Stefan Krapf (ÖVP) verwies auf die erwarteten Einnahmen für die Stadt und zusätzliche Wertschöpfung für die Innenstadtbetriebe. „Seit 30 Jahren warten wir auf ein Hotel. Vor lauter ,Aber‘ wurde es nie realisiert. Mut und Beharrlichkeit haben sich ausgezahlt. Ein wichtiger Schritt für meine Heimatstadt Gmunden.“








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