Petition gegen „Reifengrab“ in Ohlsdorf erreicht 1.000 Unterstützer
OHLSDORF/LINZ. Der Widerstand gegen die geplante dauerhafte Zuschüttung der Altreifendeponie in Ohlsdorf wächst. Mehr als 1.000 Menschen haben mittlerweile die Online-Petition „Trinkwasser schützen – gegen ein Reifengrab neben der Traun in Ohlsdorf“ unterstützt.

Umwelt- und Klima-Landesrat Stefan Kaineder (Grüne) traf sich mit den Initiatoren und nahm die gesammelten Unterschriften persönlich entgegen. Wie von der Bürgerinitiative gefordert, wird Kaineder die Petition an Landeshauptmann Thomas Stelzer (ÖVP) weiterleiten.
„Ich kann die Sorgen und den Ärger der Menschen in Ohlsdorf sehr gut nachvollziehen. Niemand versteht, warum 59.000 Tonnen Altreifen, die längst hätten entsorgt werden sollen, nun einfach dauerhaft vergraben werden dürfen. Die Menschen wollen zu Recht, dass ihr Trinkwasser und ihre Umwelt auch für kommende Generationen geschützt werden. Ich unterstütze diese Forderung ausdrücklich“, betont Kaineder.
50 Jahre alte Geschichte
Die Geschichte der Reifendeponie reicht rund 50 Jahre zurück. Ursprünglich war sie als Zwischenlager für die Verwertung von Altreifen gedacht. Bereits 2011 wurde die vollständige Räumung und fachgerechte Entsorgung behördlich vorgeschrieben.
Ende 2024 beantragte die Betreiberfirma jedoch, auf die weitere Räumung zu verzichten und die verbliebenen Reifen dauerhaft im Boden zu sichern. Dieser Antrag wurde auf Grundlage des Altlastensanierungsgesetzes des Bundes genehmigt. Ein Restrisiko, insbesondere durch mögliche Schwelbrände, bleibe bestehen.
Forderungen der Grünen
„Es kann doch nicht sein, dass eine Unternehmerfamilie jahrelang mit der Übernahme von Altreifen Millionen verdient und am Ende die vollständige Beseitigung der Altlast aus wirtschaftlichen Gründen aufgegeben wird. Was rechtlich möglich ist, muss deshalb noch lange nicht richtig sein. Umweltminister Totschnig ist gefordert, das Altlastensanierungsgesetz grundlegend zu überarbeiten. Die vollständige Beseitigung von Umweltgefahren muss wieder Vorrang haben“, fordert auch der Grüne Landtagsabgeordnete Rudi Hemetsberger.








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