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EBERSCHWANG. Die Auswirkungen des Klimawandels sind längst auch in der Jagd angekommen. Der oberösterreichische Landesjagdverband veranschaulichte im Jagdgebiet in Eberschwang wie die Anpassung auf zukünftige Herausforderungen gelingen kann. Das genossenschaftliche Jagdgebiet Eberschwang wurde für seine Maßnahmen bereits mit dem Wald-Wild-Ökologie-Preis der Landwirtschaftskammer für Oberösterreich ausgezeichnet.

V. l.: Herbert Hörl (Jagdausschussobmann Eberschwang), Franz Xaver Zweimüller (Jagdleiter Eberschwang), Herbert Sieghartsleitner (Landesjägermeister) und Christopher Böck (Geschäftsführer des OÖLJV) Foto: Ch. Böck, OÖ Landesjagdverband

Die Erfolge in Eberschwang sind exemplarisch für viele Regionen beziehungsweise Jagdgebiete Oberösterreichs und veranschaulichen, wie die aktuellen Herausforderungen gemeinsam gemeistert werden. Bereits vor 25 Jahren erfolgte ein Umdenken in der Waldbewirtschaftung. Die Bestände wurden stark ausgelichtet und dadurch der Naturverjüngung eine Chance gegeben. Dies bedeutete auch eine große Herausforderung für die Jagd, die Wildbestände so zu regulieren, dass ein Aufkommen des Jungwaldes, wo es notwendig wurde, gesichert war. So werden die Abschusspläne seit jeher jedes Jahr zur Gänze erfüllt.

Gelungener Forst-Jagd-Dialog

„Bei uns finden genauso emotio-nale Diskussionen wie woanders auch statt. Warum es aber schlussendlich funktioniert, ist die Begegnung auf Augenhöhe zwischen Jagdleitung und Jagdausschuss. Bei Auftreten von Problemen suchen wir sofort Lösungen und bringen sowohl Revierinhaber als auch Grundeigentümer an einen Tisch“, erklärt Franz Xaver Zweimüller, Jagdleiter der Genossenschaftsjagd Eberschwang, der selbst Landwirt und auch Forstwirtschaftsmeister ist. Die Eberschwanger Jägerschaft trifft sich nicht nur zu den jährlichen Sitzungen, sondern festigt den Zusammenhalt in der Jägerschaft mit den sonntäglichen Jägerstammtischen und auch durch nicht-jagdliche Aktivitäten. Zudem engagieren sich die Jäger dieses Jagdgebietes bei Aktionen wie beispielsweise „Gemeinsam gegen den Mähtod“ oder „Schule und Jagd“ sowie bei der kostenlosen Bereitstellung von Wildverbiss-Schutzmitteln für Waldbesitzer, und auch bei der Anlage von Hecken- und Baumbepflanzungen als natürlicher Windschutzgürtel und Deckung für Niederwild. „Insgesamt haben wir ein sehr gutes Verhältnis innerhalb der Jägerschaft und einen wertschätzenden Umgang aller Parteien untereinander. Ein Vorteil ist natürlich, dass ich als Jagdleiter aktiver Bauer bin – ebenso mein Stellvertreter. Dadurch können zum Beispiel bei sich anbahnenden Problemen im Wald beide Sichtweisen betrachtet und Lösungen rasch gefunden werden“, fügt Zweimüller hinzu.


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