Aschacher besuchen ihr Hilfsprojekt "Sasia" in Benin
ASCHACH/DONAU. Mit ihrem Hilfsprojekt „Sasia – support a school in africa“ kämpfen Brigitte und Josef Elsener seit 15 Jahren für ein besseres Leben für vor allem Kinder und Frauen in Benin. Um den Fortschritt laufender Projekte zu begutachten und neue Ziele festzusetzen machen sich die Aschacher am 17. Februar auf zu ihrer alljährlichen Reise nach Westafrika.

In der Woche vor Ort stehen unter anderem der Besuch der Frauengruppen und der Patenkinder sowie ein Lehrerseminar auf dem Programm. „Zwölf unserer Patenkinder haben es mittlerweile geschafft ihr Studium beziehungsweise ihre Berufsausbildung abzuschließen“, so das Ehepaar stolz. Der Diplompädagogin selbst lustig ist das Lehrerseminar. „Ich zeige ihnen Möglichkeiten für einen abwechslungsreichen Unterricht auf, es muss nicht immer nur frontal unterrichtet werden“, erzählt Brigitte Elsener. Staatliche Fortbildungen für Lehrer gibt es nicht.
Projekt lebt von zwischenmenschlichen Beziehungen
Seit 15 Jahren vertraut das Ehepaar vor Ort auf verlässliche Mitarbeiter, die sie das ganze Jahr über auf dem Laufenden halten. Auch während der Reise wollen sie sich nicht in den Vordergrund drängen. „Die Reise dient dazu, dass sie sehen, dass wir hinter ihnen und dem Projekt stehen. Sie wünschen sich auch immer, dass wir wiederkommen. So ein Projekt lebt von zwischenmenschlichen Beziehungen. Natürlich könnten wir auch einfach nur das Geld runter schicken, aber das hätte nicht dieselbe Qualität. Zum Menschsein gehört mehr“, sind sich die Aschacher einig.
Perspektiven statt Flucht
Darunter fällt für Brigitte und Josef Elsener auch, die Menschen durch ihr Projekt zur Selbstständigkeit, zum Selbsterwerb zu befähigen und ihnen das Schicksal eines Flüchtlings zu ersparen. „Gerade mit den Jugendlichen führen wir immer wieder hitzige Diskussionen über Europa. Bei uns haben sie wenig Chance, das möchten wir ihnen ersparen. Man kann Flüchtlingsströme aber nur unterbinden, wenn man ihnen Zuhause Perspektiven gibt. Darauf läuft unser Hilfsprojekt hinaus. Wir bieten ihnen Zuhause eine Ausbildung und dadurch auch eine Zukunft. Sie sollen so weder Heimat noch Würde verlieren“, so das Ehepaar.


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