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Volksbefragung: klares „Nein“ aus Aschach zur Hochwasserschutz-Variante des Landes

Nora Heindl, 30.01.2018 08:05

ASCHACH/DONAU. Die Aschacher Bevölkerung hat sich am Sonntag im Rahmen einer Volksbefragung mit über 95 Prozent klar gegen die Hochwasserschutz-Variante des Landes ausgesprochen.

Foto: FF Aschach
Foto: FF Aschach

Um die direkt an der Donau gelegene Marktgemeinde künftig vor Hochwasser zu schützen, hat das Land Oberösterreich betonierte Schutzmauern vorgeschlagen, die im Ernstfall mit mobilen Elementen erhöht werden können. In Aschach stieß diese Variante von Beginn an auf Ablehnung, da die rund 60 Zentimeter hohe Schutzmauer zum Teil direkt an der Straße entlang führen und laut Bürgermeister Fritz Knierzinger (ÖVP) und anderen Stimmen den Ort zerschneiden würde.

Am Sonntag hat sich die Bevölkerung nun mit 95,24 zu 4,76 Prozent deutlich gegen diese Variante ausgesprochen. Die Wahlbeteiligung lag bei 52,65 Prozent. „Ich bin stolz auf die Aschacher Bevölkerung, dass es ihnen nicht egal ist, was in ihrer Heimat­gemeinde passiert“, sagt Bürgermeister Knierzinger, der schon im vorhinein mit einem „Nein“ gerechnet hatte. Bestärkt von der Bevölkerung möchte er nun im Gemeinderat dafür plädieren, sich für eine andere Variante stark zu machen, denn natürlich brauche man einen Hochwasserschutz. Ziel wäre eine Art Kaimauer entlang der Böschungskante zur Donau, die auch mit Aufbauten versehen werden könnte. Ein heikles Thema könnte die Förderung werden. Die vorgeschlagene,  knapp über 6 Millionen Euro teure Variante wäre bis auf zehn Prozent von Bund und Land finanziert worden. Ob die von den Aschachern gewünschte Variante in ebenso hohem Maße gefördert werden würde, muss erst ausgesprochen werden.


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