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EFERDING. Traumwetter und der malerische Stadtplatz von Eferding bildeten eine eindrucksvolle Kulisse für die Angelobung von 220 Rekruten aus den Kasernen Hörsching, Wels und Ried im Innkreis.

Foto: Heindl
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„Ihr, liebe Rekruten steht heute im Zentrum. Wir alle sind stolz auf euch, weil ihr für ein halbes Jahr unserer Heimat und euren Mitmenschen dient. Vor einem Monat haben sich die wenigsten von euch gekannt. In kürzester Zeit habt ihr gelernt im Team zusammenzuarbeiten und eine Kameradschaft aufgebaut. Heute dürft ihr feierlich in aller Öffentlichkeit die Treue im Dienst für unser Vaterland geloben. Die vielen Ehrengäste und Besucher sind ein deutliches Zeichen der Wertschätzung für euren Dienst beim Bundesheer“, betonte Bürgermeister Severin Mair bei seinen Begrüßungsworten. Vor zwölf Monaten stand er selbst als jüngster Bürgermeister Österreichs in der anzugelobenden Truppe.

Im Katastrophenfall ist das Bundesheer die eiserne Reserve

Das Bundesheer habe eine der wichtigsten Aufgaben in Österreich zu unserem Schutz und zu unserer Sicherheit. Es müsse deshalb in Zukunft ausreichend Unterstützung und Wertschätzung sowohl von den verantwortlichen Politikern als auch direkt aus der breiten Bevölkerung erhalten. Bürgermeister Mair weiß aus eigener Erfahrung, wie wichtig die Hilfe des Bundesheeres sein kann. „Im Katastrophenfall ist das Bundesheer im wahrsten Sinne des Wortes unsere eiserne Reserve. Bei den letzten großen Hochwässern im Jahr 2002 und 2013 mussten viele Menschen in der Region Eferding solche Katastrophenfälle am eigenen Leib miterleben. Gerade in diesen Notlagen bekamen sie jedes Mal tatkräftige Hilfe von Soldaten unseres Bundesheers. Bei Menschen hier im Bezirk Eferding herrscht deshalb große Dankbarkeit und Wertschätzung gegenüber dem Bundesheer. Umso mehr ist es für uns in Eferding eine Ehre, dass das Bundesheer unserer Einladung gefolgt ist und hier bei uns diese Angelobung durchführt. Ihr gebt uns die Sicherheit. Im Notfall können wir auf eure Hilfe und Unterstützung vertrauen. Herzlichen Dank dafür!“, betonte Mair und wünschte den Rekruten für die restliche Zeit ihres Grundwehrdienstes viel Soldatenglück.  

Verdiente Wertschätzung den Rekruten gegenüber

„Eine Angelobung von jungen Staatsbürgern zum Dienst im Bundesheer ist immer ein besonderer Akt und verdient auch eine dementsprechende Anerkennung und einen würdigen Rahmen. Ich möchte mich daher bei allen Besuchern für Ihre Teilnahme bedanken. Ich betrachte dies als Wertschätzung unseren jungen Soldaten gegenüber und bin davon überzeugt, dass sie sich diese Wertschätzung auch verdient haben“, betonte Oberst des Generalstabsdienstes und Kommandant der 4. Panzergrenadierbrigade Stefan Fuchs. Dankende Worte fand er auch für Bürgermeister Severin Mair, der selbst erlebt habe, was es heißt Soldat zu sein und seinen Dienst an der Gemeinschaft zu leisten.

An die Rekruten gerichtet betonte Fuchs: „Sie alle haben sich zur Ableistung des Wehrdienstes entschlossen und erfüllen somit eine verantwortungsvolle zu tiefst notwendige und gesetzlich verankerte Staatsbürgerpflicht. Nämlich eine kurze Zeit der Republik Österreich uneigennützig zu dienen. Ihre Beitragsleistung, egal welcher Art, ist für die Aufgabenerfüllung des Bundesheeres unverzichtbar. Das Bundesheer ist, davon bin ich überzeugt, heute notwendiger denn ja und auch in der Bevölkerung akzeptiert und wertgeschätzt wie schon lange nicht. Seien sie stolz darauf, ihre Uniform zu tragen. Seien stolz darauf gemeinsam mit ihren Kameraden maßgeblich zum Schutz Österreichs beitragen zu können. Seien sie sich dabei immer bewusst, dass sie durch ihren Schwur Ihr Vaterland und sein Volk zu schützen, und mit der Waffe zu verteidigen, einen besonderen Stellenwert in der Gesellschaft haben. Ich erwarte mir von Ihnen, dass Sie durch Ihr Verhalten als Soldat diesem Stellenwert auch gerecht werden.“

Bundesheer dient der Sicherheit unserer Heimat

„Es ist dies ein besonderer Augenblick natürlich für Sie, es ist aber auch ein besonderer Anlass für uns, weil ein wesentlicher Teil unseres Staates, das Bundesheer, und auch die Art und Weise, wie es organisiert und gelebt wird, heute im Mittelpunkt steht“, so Landeshauptmann Thomas Stelzer in seiner Rede. Das Bundesheer sei wesentlich an der Sicherheit unserer Gesellschaft beteiligt und auch wenn wir heute in einem gesicherten Frieden leben können, käme es nicht von ungefähr, wenn man nach Sicherheitskräften fragt. „Denken Sie nur wenige Jahre zurück, als das Bundesheer an unseren Grenzen gerade gestanden ist, mit im Einsatz war, als viele europäische Staaten fast an die Überforderung gelangt sind, die Ordnung und auch den Überblick aufrecht zu erhalten, als es um die plötzlichen großen Flüchtlingsströme gegangen ist. Die Demokratie, in der wir leben, sichert jedem von uns größtmögliche Freiheit, eine eigenständige Lebensführung. Die Demokratie lebt aber auch davon, dass wir für unsere Gemeinschaft Beiträge leisten und uns einbringen. Durch Ihren Dienst beim Bundesheer nehmen Sie diese Aufgabe in den nächsten Wochen und Monaten wahr. Sie dienen in einem Bundesheer, das heute in einer Bevölkerung nicht nur verankert sondern auch geschätzt ist. Durch seine Grundaufgabe im Sicherheitsdienst, vor allem aber auch durch sein Dasein, das Bieten von Schutz und Hilfe, wie es zurecht heißt, dann wenn es darauf ankommt, wenn plötzlich Katastrophen unsere Heimat heimsuchen. Wir alle schätzen das Bundesheer und damit auch Sie. Herzlichen Dank für Ihren Dienst an unserer schönen Heimat Oberösterreich und unserer Republik Österreich.“

Höhepunkt: Treue-Gelöbnis auf Österreich

Stellvertretend für die 220 Rekruten leisteten Daniel Humer aus Prambachkirchen, Rafael Lukatsch aus Hartkirchen, Florian Kerbl aus Wallern und David Biro aus Munderfing den Treueeid an der Standarte der 4. Panzergrenadierbrigade. Der Gelöbnisformel der Grundwehrdiener folgte schallender Applaus von rund 1600 Zuschauern. Nach diesem Höhepunkt beendete die Militärmusik Oberösterreich mit dem „Großen Zapfenstreich des Österreichischen Bundesheeres“ den Festakt.

Reger Andrang bei Leistungsschau

Bereits am Nachmittag eröffnete eine Hubschrauberlandung die Leistungsschau des Bundesheeres in Eferding. Am Parkplatz des Freibades versammelten sich neben Panzer und Gefechtsfahrzeugen  auch Einsatzgerät von Rettung, Polizei und Feuerwehr. Die Besucher überzeugten sich von der Qualität der Kostproben aus der Truppenküche und informierten sich aus erster Hand.


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