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ASCHACH/DONAU. Der 20. und damit letzte Rastplatz entlang des historischen Verlaufs des Römischen Donau-Limes von Passau bis Grein, der ehemaligen Grenze des Römischen Weltreichs, wurde am Sonntag feierlich in Aschach eröffnet.

  1 / 10   In Aschach wurde feierlich der 20. Römer-Rastplatz, direkt am Donrauradweg gelegen, eröffnet. Foto: Heindl

Vor etwa 2000 Jahren kamen die Römer an die Donau und blieben rund 500 Jahre lang in der Region. Das ist ein prägender Teil unserer Geschichte, der nicht nur in der diesjährigen Landesausstellung zu neuem Leben erweckt wird, sondern auch an 20 Plätzen entlang des oö. Donauradweges. Hier wurde in den letzten Jahren, hinsichtlich des künftigen UNESCO Weltkulturerbes „Donau-Limes“, ein besonderes Vorhaben umgesetzt: Mit Unterstützung des Landes OÖ, den Standortgemeinden, des Landesmuseums und der Donau OÖ hat die BAUAkademie OÖ 20 Römer-Rastplätze entlang der Donau von Passau bis St. Nikola errichtet, den letzten nun in Aschach.

Direkt neben dem Donauradweg, umrahmt von der bunten Häuserzeile, erwartet Aschacher und Besucher aber nicht nur ein Platz zum Ausruhen. Auf der Sichtbetonsäulde, die an einen römischen Meilenstein erinnert, findet man Informationen zum Donauradweg, zur Standortgemeinde und natürlich auch ein Stück Geschichte wieder. „Wir möchten auch dort, wo wir keine Ausgrabungen haben, auf das Römische Erbe hinweisen, das immerhin 500 Jahre ein wichtiger Teil unserer Geschichte war“, betont Friedrich Bernhofer, Vorsitzender der Werbegemeinschaft Donau OÖ. Landtagspräsident Viktor Sigl ergänzt: „Dieser Rastplatz bietet uns, die wir hier leben, aber auch unseren Gästen die Möglichkeit, ein Stück unserer Wurzeln zu erfahren, aber auch die Seele baumeln zu lassen und die Donau als Lebensader zu spüren.“

Auf die brennende Frage, warum denn auf dem Meilenstein in römischen Zahlen die 18 zu lesen ist und nicht die 20, weiß Bernhofer eine Antwort. „Wer schon einmal in Rom war, weiß, dass auf den großen Bauwerken immer die Jahreszahl vermerkt ist, in der das Werk errichtet wurde. In diesem Fall das Jahr 2018. Damit in 100 Jahren, wenn der Meilenstein noch immer hier steht, die Menschen wissen, wann dieses Bauwerk errichtet wurde. 

Die Architektur lehnt sich übrigens an Gestaltungselemente der Römerzeit an und soll auch schwere Hochwässer aushalten. Die Rastplätze bestehen aus einer Sichtbetonsäule plus einen vom Künstler Miguel Horn geschaffenen Römerkopf. Eine Rastbank aus Beton und Stein stellt eine römische Mauer dar. Befestigt wird der Rastplatz wie bei den Römern mit Donau-Kieselsteinen.


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