Märchenhafter Taschenkalender hilft in der Corona-Krise in Nepal
EFERDING. Seit zwölf Jahren produziert das Eferdinger Modeunternehmen „Fairytale“ öko-faire Mode. Zur Weihnachtszeit soll ein Kalender die Mitarbeiter in Nepal unterstützen.

„Die Textilbranche wurde von der Corona-Krise schwer getroffen“, erklärt die Eferdinger Designerin Ingrid Gumpelmaier-Grandl. Durch den ersten Lockdown war die Produktion monatelang stillgelegt, Verstöße gegen die Ausgangsbeschränkungen wurden streng geahndet. Nach dem Lockdown brach der Himalaya-Tourismus zusammen und erschwerte die Situation für viele Einwohner Nepals zusätzlich. Materialengpässe, Transportschwierigkeiten und Lockdowns erschweren auch jetzt noch die Produktion nachhaltiger Kleidung in Nepal. Ein von Fairytale designter Taschenkalender soll die Situation entlasten.
Individuelle Zahlungen
Im Kalender sind die Motive der Fairytale-Kollektionen unter dem Motto „Frauen fairschönern die Welt“ versammelt, mit dem Kauf werden die Näher und Drucker der nepalesischen Bekleidungsfabriken unterstützt. Sie sind häufig die Einzigen in der Großfamilie, die ein Gehalt haben. Sie versorgen ihre Angehörigen mit und kommen für Extrakosten auf. Mit dem Erlös der Kalender werden individuelle Hilfszahlungen getätigt. Hilfe soll damit in konkreten Fällen rasch ankommen. Parallel läuft auch die Produktion der aktuellen Kollektion weiter. Material- und Frachtpreise steigen seit Beginn der Pandemie stark an, was in Nepal für Verunsicherung sorgt. „Auch wenn unsere Produktion nach wie vor gut läuft, die Krise ist noch nicht überstanden und wir müssen uns auf die langfristigen Folgen vorbereiten“, erklärt Gumpelmaier-Grandl.


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