Buch erzählt Eferdinger Geschichte in 80 Persönlichkeiten der Stadt
EFERDING. Historiker Peter Vogl arbeitete an der Erstellung des Jubiläumsbuchs der Stadtgemeinde Eferding mit. Er lektorierte die einzelnen Beiträge und fühlte sich dabei oft an seinen Ururgroßvater erinnert.

80 Personen aus jüngerer und älterer Geschichte versammeln sich im 800-Jahr-Jubiläumsbuch der Stadtgemeinde Eferding. Sie sollen einen Abriss über die Geschichte vermitteln. Von Bischof Gehard (I.) von Plain, der Eferding die Stadtrechtsurkunde am 14. Juli 1222 ausstellte bishin zu Personen, die die Stadt noch heute mitprägen, wie Künstler Karl Breuer und Autorin Karin Peschka sind verschiedenste Charaktere im Buch zu finden. Auch fiktive Personen wie der Wilde Mann oder Kriemhild aus dem Nibelungenlied sind im Buch vertreten. Vorgeschlagen wurden die Porträts im Jubiläumsbuch von den Eferdinger Bürgern selbst, entscheidend war der starke Bezug zur Stadt und Stadtgeschichte. Ausgewählt wurden die Personen von Stadrat mit Unterstützung des kürzlich verstorbenen Stadtarchivars Erwin Mattle. „Erwin war neben seinen menschlichen Qualitäten ein profunder Kenner der Eferdinger Geschichte, sein plötzliches Ableben hinterlässt eine große Lücke in der Stadt Eferding und hat mich tief getroffen“, erklärt Historiker Peter Vogl.
Historiker und Germanist
Die Porträts des Passauer Bischofts Gebhard (I.) von Plain, Rudolf Schifer und Barbara Herlieinsperger stammen aus der Feder von Vogl. Er schrieb auch die Beiträge über das Schifersche Erbstift, das Lebzelterhaus am Stadtplatz, indem sich heute die Konditorei Vogl befindet, sowie über den langjährige Bürgermeister Franz Vogl. Auch das Lektorat für die Beiträge übernahm er. Als Historiker und Germanist stellte es Vogl vor eine besondere Herausforderung die unterschiedlichen Beiträge im Buch, ob historischer oder literarischer Kultur zu kombinieren. „Diese gesamte Bandbreite so weit zu modifizieren, dass ein gut lesbares Buch entsteht, ohne aber die verschiedensten Stile der Einreichenden zu beschneiden, stellte eine große Herausforderung für mich als Germanisten dar“, erklärt Vogl. Als Historiker war er einen kritischen Blick auf die Fakten hinter den Porträts, für die Inhalte blieben aber die einreichenden Personen verantwortlich.
Ururgroßvater arbeitet mit
Bei der Arbeit am Buch wurde Vogl an seinen eigenen Ururgroßvater erinnert: Den langjährigen Bürgermeister der Stadtgemeinde Eferding, Franz Vogl, der an der 700-Jahr-Feier der Stadtgemeinde Eferding mitwirkte und dafür ebenfalls den einen oder anderen geschichtlichen Aufsatz verfasste.
Herausragende Persönlichkeiten
Vogl hebt besonders die Portäts von Barbara Herleinsperger, die 1427 das Magdalenenbenefizium in der Spitalskirche stiftete sowie Maximilian Uttenthaler hervor, der als Kritiker des Hilterregimes während der Zeit des Nationalsozialismus auf dem Stadtplatz verspottet wurde. An zeitgenössischen Personen finde er vor allem die Biografie des Professors für Afrikanisitk Hermann Jungraithmayr spannend. Spannend für ihn war auch der Eferdinger Stadtpfarrer und Landeshauptmann- Stellvertreter Karl Grienberger, der von Erwin Mattle porträtiert wurde.
Gelungen?
Es sei schwierig, die Frage der 80 für Eferding wichtigsten Fragen zu beantworten, erklärt Vogl. Ihn freut besonders, dass aus allen Jahrhunderten Personen im Buch dargestellt sind. „Insofern stellt das Jubiläumsbuch sicher eine gelungene Variante dar, wie die 800-jährige Geschichte der Stadt Eferding in 80 Persönlichkeiten widergespiegelt werden kann“, erklärt Vogl.


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