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HAIBACH. Mit 102 Jahren ist Aloisia Exenschläger die älteste Haibacherin. Doch nur gleich nach dem Aufstehen bemerkt sie ihr Alter, denn nach ihrem starken Kaffee fühlt sie sich viel jünger.

Aloisia Exenschläger trinkt ihren Kaffee am liebsten sehr stark. (Foto: Bocksleitner)
Aloisia Exenschläger trinkt ihren Kaffee am liebsten sehr stark. (Foto: Bocksleitner)

Aloisia Exenschläger hat ihr ganzes Leben in Haibach verbracht. Wenn man sie fragt, was ihr an ihrer Heimatgemeinde am besten gefällt, lautet die Antwort: „Mir hat immer alles gefallen und ich habe mich mit den Leuten immer gut verstanden.“ Sie hatte einen aktiven Freundeskreis, mit dem sie immer gerne „auf d Roas“ gegangen ist. Dabei haben sie eine Wanderung durch die Gemeinde gemacht und sind am Schluss eingekehrt. „Ich habe immer viele Freundinnen gehabt, von denen aber leider eine nach der anderen weggestorben ist. Meine heutigen Freundinnen sind alle jünger als ich“, erzählt die 102-Jährige.

Zuhause hatte ihre Familie einen kleinen Bauernhof, also hat sie gleich nach der Volksschule dort mitgearbeitet. „Ich war die älteste Tochter und als meine Mutter starb, musste ich daheim alles schaukeln. Da war ich gerade 19 Jahre alt“, erklärt Exenschläger. Auch auf anderen Höfen hat sie ausgeholfen und Jahre später wurde sie dann beim Kirchenwirt Ozlberger Köchin. Als eine ihrer einschneidendsten Erinnerungen erwähnt sie den Einmarsch der NS-Truppen, den sie auf der Nibelungenstraße beobachtet hat: „Und als die Flugzeuge über uns hinwegflogen, ist der Himmel ganz schwarz geworden.“

Mit ihren 102 Jahren ist Exenschläger immer noch fit. Wenn sie ihren starken Kaffee getrunken hat, fühlt sie sich noch lange nicht wie über 100. Vor circa fünf Jahren war sie zum ersten Mal im Krankenhaus. „Die Mitarbeiter dort waren alle verwirrt, weil sie mein Alter sahen, aber nichts über mich in ihrer Datenbank finden konnten“, lacht die Haibacherin. Immer, wenn sie es doch irgendwo zwickt, sagt ihr Sohn Franz gern: „Du bist ja auch keine 100 mehr.“


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