Haltestelle auf der „falschen Seite“ in Hartkirchen
HARTKIRCHEN. Aufgrund einer Änderung des Fahrplans müssen die Schüler in Hartkirchen seit geraumer Zeit auf der „falschen Seite“ einsteigen. Mit einem Dringlichkeitsantrag in der Gemeinderatssitzung will die ÖVP Hartkirchen die Problemlösung vorantreiben.

„Aufgrund der gefährlichen Situation und der für die Schülerinnen und Schüler unzumutbaren Verhältnisse an der Bushaltestelle in der Schaunbergstraße fordern wir, die Bushaltestelle umgehend auf die gegenüberliegende Straßenseite, in den Bereich des dort befindlichen Wartehäuschens zu verlegen. Die dafür zuständigen Stellen werden aufgefordert, alle dafür erforderlichen Vorkehrungen zu treffen und die Fahrpläne so zu gestalten, dass den Kindern ein sicheres Ein- und Aussteigen aus dem Schulbus an der dafür errichteten Bushaltestelle möglich ist“, heißt es in dem Antrag.
Nicht nur die notwendige Überquerung der Straße – ein Kind wurde in dem Bereich bereits angefahren – ist der ÖVP ein Dorn im Auge. Die Kinder seien während der Wartezeit schutzlos der Witterung ausgesetzt, während auf der gegenüberliegenden Straßenseite ein geschützter Wartebereich ungenützt ist. Hinzu kommt auch noch, dass der Schulbus teilweise am Wartehäuschen vorbeifährt, an der Ortseinfahrt wendet und die Schüler erst dann an der derzeitigen Haltestelle einsteigen dürfen. Seit der Verlegung der Bushaltestelle beziehungsweise seit Schulbeginn hat der Elternverein Hartkirchen immer wieder auf die für die Kinder gefährlichen und unhaltbaren Zustände im Bereich der derzeitigen Bushaltestelle hingewiesen und sich bemüht, eine Verbesserung der Situation herbeizuführen.
Bürgermeister Wolfram Moshammer (SPÖ) betont, dass er sich bereits vor Einbringung des Dringlichkeitsantrags um eine Lösung des Problems bemüht habe und sich auch weiterhin dafür einsetzen wird, da ihm die Sicherheit der Kinder ein großes Anliegen ist. Da er sich in diesem Fall in Verhandlungen befindet, möchte er aber zurzeit kein öffentliches Statement abgeben, damit das Problem einer guten Lösung zugeführt werden kann.
Zum Schutz der Kinder bereits errichtet wurde eine Tempo-30-Zone im Ortsgebiet. Darüber hinaus konnte die Linie 672 entsprechend umstrukturiert werden, so dass die Straßenquerung nicht mehr erforderlich ist und nur mehr vergleichsweise wenige Schüler zwischen Haizing und Mußbach betroffen sind.
Aus dem Büro von Infrastruktur-Landesrat Günther Steinkellner (FPÖ) heißt es, dass eine Verlegung der Haltestelle derzeit nicht vorgesehen ist. Aufgrund der vorübergehenden Schließung der Neuen Mittelschule Hartkirchen und der Zusammenlegung an der Neuen Mittelschule Aschach müsse der Schülertransport im Raum Hartkirchen/Aschach im September 2018 aber umstrukturiert werden. In die Neuplanungen sollen die Anliegen dann bestmöglich einfließen.


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