Konjunktur im oö. Gewerbe und Handwerk laut Gewerbeobmann Pecherstorfer noch im grünen Bereich

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Nora  Heindl Nora Heindl, Tips Redaktion, 15.10.2019 13:05 Uhr

HAIBACH/D./OÖ. „Die Zeiten der Hochkonjunktur sind endgültig vorbei. Das haben uns zuletzt auch die Wirtschaftsforscher von Wifo und IHS prophezeit“, betont Michael Pecherstorfer, Obmann der Sparte Gewerbe und Handwerk in der Wirtschaftskammer Oberösterreich. „Insgesamt ist das oberösterreichische Gewerbe und Handwerk aber noch im grünen Bereich“, fasst der Haibacher den aktuellen Konjunkturbericht der KMU Forschung Austria zusammen.

Demnach beurteilen die über 42.500 aktiven oö. Gewerbe- und Handwerksbetriebe die Geschäftslage im dritten Quartal mit zufriedenstellend bis stabil, wenngleich bei Weitem nicht mehr so positiv wie in den Vorquartalen. Pecherstorfer: „Die Stimmung ist noch gut, allerdings sind die Erwartungen für das laufende Vierteljahr schon spürbar zurückhaltender.“ Es sei absehbar, dass die allgemeine Konjunktureintrübung verstärkt von globalen Unsicherheiten (ungelöste Brexit-Frage, Zollkonflikte USA-China, USA-EU) auch am oö. Gewerbe und Handwerk nicht spurlos vorübergehen werden.

Gegensteuern und Konjunktur am Laufen halten

Für Pecherstorfer umso wichtiger ist es daher, dass „man national alles unternimmt, um die Konjunktur am Laufen zu halten“. Vordringlich brauche es Investitionsimpulse und Entlastungen bei Steuern und Abgaben. Mit den Parlamentsbeschlüssen vor der Nationalratswahl — schnellere Absetzbarkeit für geringwertige Wirtschaftsgüter, höhere Kleinunternehmergrenze, Ausbau der Pauschalierungsmöglichkeiten für Kleinunternehmer, Entlastung bei den SV-Beiträgen — sei man auf dem richtigen Weg. „Das muss noch weitergehen“, appelliert Pecherstorfer an die nächste Bundesregierung.

Er plädiert unter anderem für Lohnnebenkostensenkungen, für einen Investitionsfreibetrag von mehr als 20 Prozent, für die Erhöhung des Gewinnfreibetrages auf 100.000 Euro, für Entbürokratisierung bei Lohnverrechnung und Arbeitnehmerschutz und vor allem für ein Senken der Tarifstufen bei Lohn- und Einkommensteuer. „Das würde Investitionen wie Kaufkraft beleben und so den vielen kleinen und mittleren Unternehmen einen Schub verleihen“, ist Pecherstorfer überzeugt.

Noch überwiegen Optimisten, aber Tendenz zeigt nach unten

Laut Konjunkturbericht der KMU Forschung Austria erwarten für das laufende Quartal 20 Prozent der Unternehmen ein Plus bei Aufträgen und Umsatz, 16 Prozent rechnen mit Rückgängen. Damit überwiegen die optimistischen Einschätzungen um vier Prozentpunkte — im 4. Quartal 2018 lag dieser Wert noch bei neun, im vierten Quartal 2017 bei zwölf Prozentpunkten. Bei der Beurteilung des abgelaufenen Vierteljahres überwiegen jene Unternehmen, die einen gute Geschäftsgang (Auftragseingänge und Umsätze) verzeichneten, um 16 Prozentpunkte. Das sei ein guter Wert, so Pecherstorfer.

Differenzierter betrachtet sei dieser Wert aber vor allem auf die investitionsgüternahen Branchen zurückzuführen. „In den konsumnahen Branchen halten sich nämlich jene Unternehmen, die Umsatzsteigerungen verbuchten, mit jenen, die Rückgänge meldeten, annähernd die Waage“, so Pecherstorfer. Umso wichtiger sei jetzt eine Senkung der Tarifstufen bei Lohn- und Einkommen­-steuer. „Das bringt mehr Netto von Brutto, wovon Ein-Personen-Unternehmen und Kleinbetriebe genauso profitieren wie die Arbeitnehmer“, unterstreicht Pecherstorfer.

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