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HARTKIRCHEN. Die Vizepräsidentin der Arbeiterkammer und Frauenvorsitzende des Gewerkschaftsbunds Oberösterreich Christine Heitzinger aus Hartkirchen spricht anlässlich des Weltfrauentags über die Arbeitsbedingungen für Frauen und fordert Verbesserungen.

V. l.: ÖGB-Regionalsekretär Peter Schoberleitner mit AK-Vizepräsidentin und ÖGB-Landesfrauenvorsitzende Christine Heitzinger (Foto: ÖGB)

„Der Internationale Frauentag bietet eine gute Gelegenheit, um ungeschönt auf die Lebensrealität der Frauen in Österreich im Jahr 2024 aufmerksam zu machen: Nach wie vor sind es die Frauen, die sich um die Kinderbetreuung und den Haushalt kümmern und sich damit zwischen Beruf und Familie entscheiden müssen. So werden viele Frauen in Teilzeitjobs gedrängt, die nicht nur am Monatsende finanzielle Sorgen mit sich bringen, sondern auch zu Altersarmut in der Pension führen. Die Regierung muss endlich Maßnahmen zur Entlastung von Frauen setzen, denn Teilzeitarbeit ist kein Privileg, wie Wirtschafts- und Arbeitsminister Kocher erst im Vorjahr behauptete, sondern für viele Familien angesichts der aktuellen Umstände schlicht die einzige Möglichkeit, alles unter einen Hut zu bringen”, erklärt Heitzinger, die außerdem Betriebsrätin der Schartner Firma Leha ist.

Die aktuelle Teuerung betreffe vor allem Menschen, die ohnehin schon wenig Geld haben. Laut jüngsten Daten der Statistik Austria sind in Österreich mehr als eine halbe Million Menschen von Einkommensarmut betroffen, dabei sind Alleinerzieherinnen besonders gefährdet. Wenn sich die Mütter das tägliche Leben kaum leisten können, seien auch Kinder immer mehr von Armut bedroht. „Wir fordern daher einen kollektivvertraglichen Mindestlohn von 2.000 Euro. Das ist ein wichtiger Schlüssel zur finanziellen Absicherung von Frauen“, betont Heitzinger.


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