Equal Pay Day: Christine Heitzinger kritisiert Lohnlücke
EFERDING. Frauen verdienen weiterhin deutlich weniger als Männer. Der Equal Pay Day fiel heuer auf den 23. Oktober. Christine Heitzinger, ÖGB-Landesfrauenvorsitzende und ÖGB-Bezirksvorsitzende von Eferding, fordert mehr Lohntransparenz und eine rasche Umsetzung der entsprechenden Richtlinie der Europäischen Union.

Equal Pay Day ist ein internationaler Aktionstag, der auf die statistische Lohnlücke zwischen Frauen und Männern aufmerksam macht. Der Einkommensunterschied zwischen vollzeitbeschäftigten Frauen und Männern beträgt in Oberösterreich durchschnittlich 19,1 Prozent. Heitzinger fordert Maßnahmen für gleiche Bezahlung und mehr Transparenz bei Löhnen und Gehältern: „Der Equal Pay Day ist die jährliche Rechnung dafür, dass Frauen noch immer einen Teil ihrer Arbeit gratis leisten müssen. Frauen haben genug vom Warten auf faire Einkommen.“
Mehr Einkommenstransparenz gefordert
Ein wichtiger Schritt zu fairer Bezahlung sei Einkommenstransparenz. Die Entgelttransparenzrichtlinie der Europäischen Union soll Beschäftigten bessere Informationen darüber geben, wie Löhne und Gehälter festgelegt werden und was Kollegen mit gleicher oder gleichwertiger Arbeit verdienen.
Österreich hätte die Richtlinie bis zum 7. Juni 2026 umsetzen müssen. Diese Frist ist bereits verstrichen. „Es kann nicht sein, dass Arbeitgebervertreter die Richtlinie blockieren, nur weil sie sie nicht wollen. Wer Transparenz fürchtet, hat meistens einen Grund dafür“, kritisiert Heitzinger. Faire Bezahlung brauche Offenheit statt Geheimhaltung. Nur wenn Unterschiede sichtbar werden, könnten Ungerechtigkeiten beseitigt werden.
Verspätete Umsetzung könnte Strafzahlungen nach sich ziehen
Die verspätete Umsetzung kann Folgen für Österreich haben. Bei weiterer Untätigkeit droht ein Vertragsverletzungsverfahren der Europäischen Union. In weiterer Folge können auch Strafzahlungen anfallen.
„Jeder Euro, der in Strafzahlungen fließt, fehlt bei Kinderbildung und -betreuung, Pflege und echter Chancengleichheit. Die Einkommensschere fällt nicht vom Himmel. Sie wird gemacht und sie kann geschlossen werden“, sagt Heitzinger.








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