Hitzige Diskussionen bei Info-Abend der Bürgerinitiative "Luftkurort" Engelhartszell
ENGELHARTSZELL. Volles Haus herrschte beim Info-Abend der Bürgerinitiative „Luftkurort“ Engelhartszell zum Thema „Auswirkungen der Kabinenschifffahrt im Bezug auf Gesundheit und Umwelt“. Nicht nur Engelhartszeller waren gekommen, um das Thema zu diskutieren, auch Bürger aus Pyrawang und Kramesau (Gemeinde Neustift) waren anwesend.

Den Beginn des Abends machte die Vorstellung der Bürgerinitiative. „Wenn das Herz voll ist, geht der Mund über“, erklärte Erwin Kaltseis mit einem Sprichwort seine Beteiligung an der Bürgerinitiative und versicherte einmal mehr, dass sie keinen Hass und Zwist schüren möchten, sondern die Bevölkerung lediglich darauf aufmerksam machen wollen, welche Auswirkungen die Luftschadstoffe der laufenden Dieselaggregate der Kabinenschiffe auf die Umwelt und die Gesundheit haben und schlugen als Lösung Landstromanschlüsse vor. Über die Auswirkungen auf die Gesundheit sprach Franz Berger, ehemaliger Gemeindearzt in Kopfing. Er erklärte, dass das Hauptproblem der nicht sichtbare Feinstaub sei sowie der durch Lärm gestörte Nachtschlaf.
Alle für Landstrom
Dass die Lösung die Errichtung von Landstromanschlüssen ist, wurde von allen Beteiligten einstimmig bestätigt. Simon Hartl (Via Donau) erläuterte den aktuellen Stand der Erhebungen der Via Donau und versicherte einmal mehr, dass Landstromanschlüsse kommen werden. Sehr zur Freude von Bürgermeister Roland Pichler, der bei der Veranstaltung deutlich machte, dass sich Tourismus und Landstromanschlüsse nicht widersprechen und er sich in seiner Gemeinde für die Zukunft wieder Harmonie zwischen den Bürgern wünsche.
Hitzige Diskussion
Die anschließende Diskussion wurde von Reinhard Burgstaller geleitet. Erste Wortmeldungen kamen von Bürgern aus Kramesau und Pyrawang, die sich von Land, Gemeinden und der Via Donau zum Thema Kabinenschifffahrt schlecht informiert fühlen. Bezüglich Landstrom stand der Vorwurf im Raum, dass die Via Donau ihre Hausaufgaben im Vorfeld nicht gemacht hätte. Klaus Dieplinger (Via Donau) versuchte alle Fragen zu beantworten. Petra Riffert, Geschäftsführerin der WGD OÖ, erklärte die aktuelle Situation der Anlegestellen in Engelhartszell und dass eine österreichweite Umsetzung von Landstromanschlüssen erforderlich ist, um eventuelle Wettbewerbsnachteile zu verhindern.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.
Jetzt anmelden