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ENNS. Unter den 54 aktiven Mitgliedern der Freiwilligen Feuerwehr (FF) Enns ist Karl Haidinger mit 80 Jahren der Älteste. Nach wie vor hält er in der Nachrichten- und Versorgungsgruppe die Stellung.

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Als Spätberufener kam Karl Haidinger erst im Alter von 50 Jahren zur Feuerwehr, nachdem der gebürtige Steirer jahrelang in der Landwirtschaft tätig gewesen ist. Später verrichtete er seinen Dienst beim Bauhof in Enns und engagierte sich jahrelang als Gemeinderat der SPÖ für seine Wahlheimat Enns. Mit 80 ist für Haidinger bei der FF allerdings noch lange nicht Schluss. Sogar die Prüfung für den LKW-Führerschein hat er im Zuge seiner Ausbildung bei der Feuerwehr noch abgelegt. Selbstverständlich positiv.

Helfen wo es geht

Haidinger, der für jeden Spaß zu haben ist, wie Anita und Alfred Stummer von der FF Enns berichteten, ist seit 1992 für die Bekleidung zuständig und nach wie vor bei mindestens der Hälfte aller Einsätze als „Funker“ mit dabei, um die Einsatzkräfte zu koordinieren. „Er näht auch immer unsere Dienstgrade und Namensstreifen auf unsere Uniformen, damit alle korrekt bekleidet sind und gut aussehen. Es wird für uns einmal eine große Umstellung, wenn Karl irgendwann einmal nicht mehr dabei ist.“

Gerade so überlebt

Im Jahr 1992 sahen sich Haidingers Kameraden allerdings beinahe mit dieser Situation konfrontiert, als der damals 56-Jährige bei einem Einsatz in Kronstorf einen 30.000-Volt-Stromschlag überlebte. „Während der Kran beim Zurücksetzen mit dem Ausleger in die Stromleitung geriet, befand sich Karl in unmittelbarer Nähe. Er kam wie durch ein Wunder mit relativ leichten Verletzungen davon“, erzählt Alfred Stummer. Ans Aufhören war für Haidinger auch damals nicht zu denken.

Einsatzwille

Was die Häufigkeit der Einsätze betrifft, belegte Haidinger im vergangenen Jahr von 54 aktiven Mitgliedern den zehnten Platz, und das obwohl er gesundheitlich eine Weile angeschlagen war. Der Brandmeister erweckte allerdings schon im Jahr 1992 den Eindruck, hart wie Stahl zu sein, als er in Mauthausen beim Oberösterreichischen Feuerwehrlandesbewerb das Silberne und Bronzene Feuerwehrleistungsabzeichen erhielt. Wenn man bedenkt, dass diese Bewerbe vor allem von Jugendlichen in der Blüte ihres Lebens absolviert werden, kann man sich in etwa ausmalen, wie fit Haidinger auch mit Mitte 50 noch gewesen ist. Für seine Kameraden kümmerte er sich außerdem jahrelang um die Gartenpflege und befreite die Parkplätze der Feuerwehr von Schnee und Eis. Früher war das noch wesentlich häufiger notwendig als heutzutage.

Überraschung

Nachdem Haidinger am 31. Dezember 80 Jahre alt geworden und eine Ballonfahrt schon lange auf seiner Liste unerfüllter Wünsche notiert ist, wurde ihm dieser Traum nun von seinen Kameraden erfüllt. Im Frühjahr soll es so weit sein. „Außerdem wollen wir ihn mit diesem Artikel überraschen. Er weiß nichts davon. Alle Kameraden der Freiwilligen Feuerwehr Enns sagen auf diesem Weg „Danke“ für Karls unermüdlichen Einsatz“, sagt Anita Stummer und freut sich schon jetzt auf Haidingers Reaktion.


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