Suche


Weitere Angebote

Sociale Medien

Kontakt

ENNS. Nachdem die Stadt Enns als Austragungsort für die OÖ. Landesausstellung fixiert wurde und nach Jahren intensiver Planung begannen Umbau und Neukonzeption des Museums Lauriacum im Jahr 2017.

Foto: M. Holzleitner
  1 / 2   Foto: M. Holzleitner

Waren zuerst noch weitere Standorte im Gespräch, so setzten sich letztlich der Umbau und die Adaption des bestehenden Museums am Hauptplatz durch.

Dauerhafte Belebung

„Wie wir heute an dieser museumstechnischen und architektonischen 'Perle' sehen, war diese Entscheidung in vielerlei Hinsicht richtig“, sagt der wissenschaftliche Leiter des Museums Lauriacum Reinhardt Harreither. Vor allem werde während und nach der Landesausstellung „Die Rückkehr der Legion – Römisches Erbe in Oberösterreich“ das Museum eine dauerhafte Belebung des alten Stadtkernes mit sich bringen. Die Attraktivität der innerstädtischen Geschäfte soll durch die Besucher des Museums zunehmen und der Abfluss der Kaufkraft an die Peripherie angehalten werden. Diese positiven wirtschaftlichen Folgen seien aber nur der angenehme Nebeneffekt des mit der Eröffnung der Landesausstellung 2018 erfolgten Abschlusses des Umbaus des Museums.

Entwicklung des Museums

Die erste Schausammlung nach der Gründung des Museumvereines Lauriacum 1892 war noch im Schlossmeierhof an der Lorcherstraße untergebracht. Schon 1898 genehmigte der Gemeinderat die Unterbringung der Sammlung des Vereines im alten Ratssaal (Hauptplatz 19). Nach dem 1. Weltkrieg wurde das räumlich erweiterte Museum 1919 wieder geöffnet. Ältere Ennser Bürger werden sich noch an die alten Einfahrten der Feuerwehr und der Rettung zum Hauptplatz hin erinnern. Mit dem Beschluss, das Museum für die Landesausstellung 2018 total zu sanieren – „allein die Sanierung des Dachstuhls war eine logistische Spitzenleistung“, so Harreither – kamen zwei Jahre harte Arbeit auf den Vorstand und die Mitglieder des Museumvereines zu.

Unterstützung

Vom schwer zugänglichen Dachboden bis zu den unteren Depoträumen musste alles ausgeräumt und in neue Räumlichkeiten ausgelagert werden. Die meisten Objekte lagern derzeit im alten Pfarrhof in der Wienerstraße. Dank der großzügigen Unterstützung durch die Stadtgemeinde und die starken Hände des Bundesheeres gelang alles zeitgerecht. „Heute dürfen wir uns über eine Ennser Perle freuen, nämlich das wohl schönste und modernste Römermuseum Mitteleuropas“, so Harreither. Zugleich lädt er zum Besuch der 125-Jahrfeier des Museumvereines Lauriacum am Mittwoch, 9. Mai 2018 in die Ennser Stadthalle ein.


Kommentare sind nur für eingeloggte User verfügbar.

Jetzt anmelden