Reisevortrag in Enns: 4.000 Kilometer zu Fuß durch die Wildnis
ENNS. Gisella Krinzinger bewältigte den „Pacific Crest Trail“ (PCT) und legte zu Fuß über 4.000 Kilometer zurück. In der Backhendlstation in Enns hält sie am Freitag, 15. März einen Vortrag und nimmt die Besucher mit auf eine Reise von Mexiko nach Kanada.

„Der Pacific Crest Trail ist eine unvergleichliche Herausforderung; mental, körperlich und emotional. Vor allem jedoch ein überwältigendes Abenteuer.“ – mit diesen Worten beschreibt Giselle Krinzinger aus Wels eine Reise, die ihr alles abverlangt hat.
Allein in der Wildnis
Ohne erwähnenswerter Wandererfahrungen startete Krinzinger im März 2018 im Alleingang ihre große Reise, von der Wüste Kaliforniens nordwärts Richtung Kanada – ein Fußmarsch von 4.279 Kilometer. Eine Aufgabe, die sie an ihre Grenzen gebracht hat. „Ich musste reißende Flüsse überqueren, unzählige Gebirgspässe überwinden, mich mit Lebensmittel- und Wasserknappheit auseinandersetzen sowie mit der Konfrontation mit Wildtieren“, erzählt die Welserin. Nicht selten waren Wasserquellen versiegt und der Pfad von Schnee bedeckt, was die orientieren deutlich erschwerte.
Ausnahmezustand
Als besonderer Nervenkitzel stellten sich die Nachtwanderungen heraus, die oft nötig waren, um der Wüstenhitze zu entkommen. “Bei extremen Temperaturen und Witterungen, den bis zu 20 Kilogramm schweren Rucksack zu schultern und täglich über 30 Kilometer zurückzulegen erforderte oftmals große Überwindung, Disziplin und Ausdauer“, so Krinzinger. Trotz oder gerade wegen all dieser Strapazen sei dieser Trail eine unvergessliche Erfahrung gewesen. Surreal erscheinende Landschaften, der intensive Bezug zur Natur, das Losgelöstsein von der Zivilisation und das Gefühl der absoluten Freiheit, gaben der Abenteurerin täglich den Mut und die Kraft weiterzumachen.


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