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ENNS. 556 Beschäftigte des insolventen Miettextilien-Unternehmens Wozabal erhalten in den kommenden Tagen ihre Juli-Löhne ausbezahlt. Das teilte die Arbeiterkammer (AK) OÖ am Mittwoch mit. Derzeit arbeite das Team des AK-Insolvenzrechtsschutzes „mit Hochdruck“ an der Berechnung und Beantragung der August-Löhne.

Foto: APA/FOTOKERSCHI.AT/BERNADETTE KERSCH
Foto: APA/FOTOKERSCHI.AT/BERNADETTE KERSCH

Präsident Johann Kalliauer kritisierte, dass den Betroffenen zwölf Prozent Insolvenzsteuer von den Löhnen abgezogen werde, die sie erst im nächsten Jahr auf dem Weg der Arbeitnehmerveranlagung wieder zurückbekommen. Das sei „ein gesetzlicher Missstand, der sofort abgeschafft gehört“, so Kalliauer. „Dadurch bleibt den Menschen in dieser schwierigen Zeit noch weniger, um ihren Lebensunterhalt zu bestreiten.“

Größte Pleite in OÖ seit 2013

Sechs Gesellschaften der Wozabal-Gruppe hatten am 31. August bei den Landesgerichten Linz und Wels Sanierungsverfahren eröffnet. 792 Jobs sind von der Insolvenz betroffen - die laut KSV größte Pleite in OÖ seit jener der Drogeriekette dayli 2013. Die Schulden werden - das Gelingen der Sanierung vorausgesetzt - mit 47 Millionen Euro beziffert. Die Insolvenzverwalter haben sich zuletzt optimistisch gezeigt: Die schon abgesprungenen Banken seien wieder an Bord geholt worden, „es geht weiter“, hieß es.


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