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ENNS. Die ÖVP Enns brachte bei der letzten Gemeinderatssitzung einen Dringlichkeitsantrag zur Wiedereinführung der Frühaufsicht an der Volksschule Enns ein (Tips berichtete). Dass sich die ÖVP die Initiative an ihre Fahnen heftet, missfällt dem Bildungsausschuss-Vorsitzenden Vizebürgermeister Fritz Altmann (FPÖ) sehr.

  1 / 2   Derzeit nehmen circa 20 Kinder die Frühaufsicht an der Volksschule Enns in Anspruch. Fotos: Thomas Lettner

Am 16. September fand ein Elternabend an der Volksschule Enns statt. Einige Tage später wurde ein Bedarf von durchschnittlich 116 Kindern, die eine Frühaufsicht vor Unterrichtsbeginn benötigen, erhoben. Da der Punkt noch nicht auf der Tagesordnung des Gemeinderats oder des Bildungsausschusses stand, brachte die ÖVP den Dringlichkeitsantrag in der am 24. September stattfindenden Gemeinderatssitzung ein.

Purer Aktionismus

Vizebürgermeister und Bildungs-Stadtrat Fritz Altmann wirft der ÖVP Selbstbeweihräucherung und billigen Wahlkampf vor. „Die Wiedereinführung der Frühaufsicht wäre sowieso unter dem Punkt „Allfälliges“ behandelt, als Initiativantrag eingebracht und von allen Fraktionen beschlossen worden“, so Altmann. Vor der Gemeinderatssitzung habe ein sehr positives Gespräch des Bildungsausschusses, in dem Vertreter der FPÖ, ÖVP, SPÖ und der Grünen saßen, mit Direktorin Margarete Horner und Stadtamtsleiter Gerhard Gstöttenbauer stattgefunden. „Fakt ist, dass wir eine Zwischenlösung, die für alle Beteiligten eine Win-Win-Situation ist, erreicht haben. Es geht uns um eine Lösung des Problems und nicht um puren Aktionismus“, so der Bildungs-Stadtrat.

Problem schon länger bekannt

Die ÖVP, die die Frühaufsicht an der Volksschule auch in den Schaukästen thematisiert, kann Altmanns Kritik nicht nachvollziehen. „Das Problem mit der Frühaufsicht ist schon länger bekannt gewesen. Fritz Altmann hätte also früher schon tätig werden können“, verteidigt ÖVP Fraktionsobmann Michael Grims den Dringlichkeitsantrag.

Regelmäßige Evaluierung

Doch wie sieht die Situation an der Volksschule Enns nun eigentlich aus? „Die Frühaufsicht ist aufgrund von Corona und der Räumlichkeiten auf 66 Personen begrenzt. Circa zwanzig Kinder nehmen derzeit die Frühaufsicht im Foyer der Schule und im Ausspeisungssaal in Anspruch“, so Altmann. Der Status quo werde regelmäßig neu erhoben.


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