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ST. VALENTIN. In den Jahren von 1964 bis 1980 wurde der Hausmüll der Stadt in der ehemaligen Schottergrube im Ortsteil Herzograd deponiert. Um die Auswirkungen der Deponie zu reduzieren wurde 2015 ein Sanierungsprojekt eingereicht. Nun ist eine Nachnutzung der Deponiefläche als Freizeitpark für die St. Valentiner Bevölkerung möglich.

(Foto: Gemeinde)
(Foto: Gemeinde)

Von 1964 bis 1980 wurde der Hausmüll der Stadt in der ehemaligen Schottergrube im Ortsteil Herzograd deponiert. Da es – wie bei derartigen Deponien üblich – in der Folge zu Grundwasserbelastungen kam, wurde die Deponie im Jahr 1990 in den Verdachtsflächenkataster durch das Umweltbundesamt aufgenommen, da der Verdacht einer erheblichen Umweltgefährdung aufgrund früherer Nutzungsformen ausreichend begründet war; unabhängig davon, ob von der Liegenschaft tatsächlich eine erhebliche Gefahr ausgegangen wäre. In der Folge wurden im Auftrag des Bundes laufend Messungen vorgenommen. Im Jahr 2008 wurde die Deponiefläche aufgrund einer vorläufigen Gefährdungsabschätzung des Umweltbundesamtes als Beobachtungsfläche eingestuft. Aufgrund von ergänzenden Untersuchungen sowie des Rückganges der Deponiegasbildung wurde die Deponie im Jahr 2014 aus dem Verdachtsflächenkataster gestrichen, da keine erhebliche Umweltgefährdung mehr festgestellt wurde.

Sanierungsprojekt

Um die Auswirkungen der Deponie zu reduzieren und einen ordnungsgemäßen Zustand herzustellen, wurde durch die Stadtgemeinde St. Valentin im Jahr 2015 ein Sanierungsprojekt gemäß Abfallwirtschaftsgesetz eingereicht. Dieses wurde in Form eines Vorversuches bewilligt. In einem ersten Schritt waren Maßnahmen zur Deponiegaserfassung umzusetzen und ein entsprechendes Messprogramm durchzuführen. Aufgrund der durchgeführten Baumaßnahmen und der Ergebnisse des Messprogrammes, das zeigte, dass keine Gefährdung der Bevölkerung durch Deponiegas vorliegt, wurde das Gesamtprojekt nunmehr bescheidmäßig durch das Amt der NÖ Landesregierung endgültig genehmigt. Dies bedeutet, dass die Deponie durch die Herstellung der projektgemäßen Oberflächenabdeckung nunmehr endgültig verschlossen werden kann und somit die bewilligungsgemäße Nachnutzung der Deponiefläche als Freizeitpark für die St. Valentiner Bevölkerung möglich ist.

Kosten

Die Gesamtkosten für die Deponiesanierung werden etwa eine Million Euro betragen. Alternative Sanierungsarten durch Folienabdichtung oder gar eine Räumung der Deponie würden ein Vielfaches der veranschlagten Kosten erfordern. Die Stadtgemeinde St. Valentin geht mit diesem Projekt einen sicheren Weg und handelt im Sinne der nachhaltigen Nutzung von Flächen.


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