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Gemeindebudget in Enns mehrheitlich beschlossen

Norbert Mottas, 17.01.2025 14:59

ENNS. Bei der letzten Gemeinderatsitzung in Enns wurde das Budget 2025 mit den Stimmen der SPÖ, der Grünen, der FPÖ und der NEOS beschlossen. Die ÖVP stimmte dagegen. Sie kritisierte unter anderem, dass für die Sanierung der Union-Tennishalle kein Geld vorgesehen ist.

Diskussion über das Ennser Buget (Foto: mott)
Diskussion über das Ennser Buget (Foto: mott)

Bürgermeister Christian Deleja-Hotko (SPÖ) erklärt die Ausgangslage des Gemeindebudgets: Die Bundesabgabenertragsanteile sind gegenüber 2024 eingebrochen. Im Vergleichszeitraum seit 2018 bekommt Enns zwar um 3,4 Millionen Euro mehr, davon bleiben aber nur 19.000 Euro in Enns, der Rest geht ans Land Oberösterreich. Deleja-Hotko: „Die Abgaben an das Land sind exorbitant hoch und Oberösterreich ist das Bundesland mit den höchsten Abgaben Österreichs.“

Zusätzlich zu den Abgaben ans Land belasten steigende Personalkosten das Gemeindebudget.

Solide Finanzen

Grundsätzlich seien die Finanzen der Stadt Enns sehr solide, erklärt Deleja-Hotko. „Wir mussten auf unsere Rücklagen noch nicht zurückgreifen.“ Als Grund für die solide Lage nennt Deleja-Hotko den gesunden Mix an Branchen in Enns.

Zur Tennishalle erklärt er, dass wichtige Unterlagen für eine Förderung nicht eingebracht worden seien. Er sieht den Verein Union Enns, der die Tennishalle betreibt, in der Verantwortung. Der Kostenvoranschlag aus dem Jahr 2018 könne aufgrund der gestiegenen Kosten nicht für Förderungen im Jahr 2025 angewandt werden. Daher wurden die Geldmittel für ein anderes Sportprojekt der Union Star Fight verwendet. Sollte die Union Enns neue Unterlagen einreichen, werde das Projekt beim nächsten Budget neu bewertet.

Tennishalle: 1,7 Millionen Euro

Harald Weingartner, der Obmann der Sportunion Enns, sieht das naturgemäß anders. „Nur uns die Schuld zu geben, ist mir zu billig“, erklärt er. 2018, noch unter Bürgermeister Franz Stefan Karlinger, hatte die Sportunion Enns eine Förderzusage der Gemeinde bekommen. Allerdings sei dann die Pandemie gekommen, die Preise seien gestiegen und es habe Probleme mit der Statik des Daches gegeben. Das habe das Projekt verzögert. Für die aktuelle Förderung hätten noch zwei Unterlagen gefehlt, darunter der Kostenvoranschlag. „Ich gebe zu, wir waren ein bisschen säumig, aber wir werden nicht aufgeben und es nächstes Jahr wieder probieren.“

Insgesamt rechnet Weingartner mit 1,7 Millionen Euro. Allein das Dach mit 2.400 Quadratmetern ist ein großer Kostenfaktor. Vor allem gelte es, die Halle thermisch zu isolieren, da derzeit sehr viel Wärme verloren gehe.

In der Tennishalle spielen 600 Sportler Tennis und 300 weitere nützen die Halle für andere Sportarten. „Das wollen wir für die Bevölkerung von Enns erhalten“, so Weingartner.


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