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FRANKENBURG. Tips bat Bürgermeister Hans Baumann (SPÖ) um einen Überblick zu den aktuellen Projekten in der Hausruckgemeinde.

Bürgermeister Hans BaumannFoto: Ebner
Bürgermeister Hans BaumannFoto: Ebner

Tips:Ein wichtiges Thema ist derzeit der Hochwasserschutz.

Bürgermeister Hans Baumann: Beim Hochwasserschutz haben wir nun mit den Feinplanungen zum Detailprojekt „Goldbachl“ begonnen. Dazu ist im Bereich Stöckert ein Rückstaubecken mit einem sieben Meter hohen Hochwasserschutzdamm vorgesehen. Auch die Erneuerung der Verrohrung im Bereich Frein und durch die Landesstraße ist Teil des Projektes. Nach der Fertigstellung sollen die immer wiederkehrenden Überflutungen des Schlosses der Geschichte angehören. Die weiteren Detailprojekte betreffen die Redl im Bereich Dorf und das Klanigenerbachl im Bereich der Neukirchner Straße. Unsere Gemeinde ist immer wieder von starken Hangwässern betroffen, deshalb ist die Umsetzung des Projektes, dass mit rund zehn Millionen Euro veranschlagt und mit mindestens 80 Prozent gefördert wird, ein vorrangiges Ziel. Besonders wichtig ist in diesem Zusammenhang die Abstimmung mit und die Zustimmung von den betroffenen Grundeigentümern.

Tips:Auch die Gefahrenstelle für Fußgänger beim Schloss Frein wird beseitigt?

Baumann: Wir rücken in Frein die Landesstraße bis zu fünf Meter näher zum Schloss, damit ist im Bereich des ehemaligen Gasthauses die Errichtung eines Gehsteiges möglich. Dort müssen die Fußgänger derzeit noch die Landesstraße benützen. Eine gefährliche Sache, da in der Außenkurve immer wieder auch Unfälle passieren. Anmerken möchte ich dazu auch noch, dass die Schlossbesitzer, die Green Finance Gmbh, den benötigten Grund gratis abgetreten haben.

Tips:Wie steht es um das geplante Schulzentrum?

Baumann: Der Bau des Schulzen-trums soll im Juli mit dem Abriss der alten Hauptschule beginnen. Leider bringt uns aber der mit knapp elf Millionen Euro veranschlagte aber unbedingt notwendige Bau auf Grund der „Gemeindefinanzierung Neu“ arge finanzielle Probleme. Wir sind gezwungen, die Strukturfondsmittel des Landes, zumindest für die nächsten zwei Jahre, zur Gänze für das Schulbauprojekt zu verwenden. Ich habe die Bevölkerung dahingehend informiert, dass andere Projekte derzeit hintanstehen müssen und nur das gemacht werden kann, was unbedingt notwendig ist. Das ist vor allem für unser Straßennetz ein Debakel.

Tips:Neue Wohnprojekte?

Baumann: In den Startlöchern stehen wir auch bei unserem Projekt „Soziales Wohnen für Jung und Alt“ am Gelände des ehemaligen Kinos in der Würfelspielstraße. Hier wurde mit der GSG Lenzing ein Baurechtsvertrag abgeschlossen. Begonnen wird das insgesamt drei Gebäude umfassende Projekt in Kürze mit dem Bau des ersten Hauses, in dem sehr günstige Wohnungen für junge Leute entstehen werden. Das Projekt, welches insgesamt drei Häuser umfasst, steht kurz vor der Verwirklichung.

Tips:Sie werden im September als Bürgermeister zurücktreten?

Baumann: Sechs Jahre in diesem Amt waren von Anfang an geplant und mit meiner Familie so auch abgesprochen. Mein Rücktritt ist mit Ende September vorgesehen, als Nachfolger wird von der SPÖ Vizebürgermeister Heinz Leprich nominiert. Die Wahl des neuen Bürgermeisters findet dann mit ziemlicher Sicherheit durch den Gemeinderat statt. Ich selbst freu mich auf den Ruhestand, in dem mir sicher nicht langweilig wird. Einerseits werde ich mich weiterhin in unserer Gemeinde engagieren. Die Übernahme der Gemeindechronik-Führung von Martin Kaiser oder die Weiterbetreuung unseres großen Wander- und Reitwegenetzes sind nur zwei Beispiele davon. Andererseits werde ich auch wieder mehr Zeit haben, in unseren Brauchtumsvereinen wie dem Trachtenverein „D´Grünbergler“ oder dem Bergknappenverein mitzuarbeiten. Und ich werde mich sicherlich auch viel mehr meinem Hobby, auf den Spuren historischer Eisenbahnlinien – wie der Transsibirischen Eisenbahn – zu reisen, widmen.


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