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BEZIRK FREISTADT. Die Betriebs-Tagesmütter des Landeskrankenhauses (LKH) Freistadt gelten als Vorzeigeprojekt im Bezirk. Das Krankenhaus ist das erste Unternehmen im Bezirk mit eigener betrieblich unterstützter Kinderbetreuung.

  1 / 4   Das Landeskrankenhaus Freistadt ist das erste Unternehmen im Bezirk mit betrieblich geförderter Kinderbetreuung.
Selina, David, Victoria und Magdalena sitzen mit den Tagesmüttern Katarina Vierhauser und Verena Tober im Morgenkreis. Gemeinsam singen sie ein Lied und Victoria gibt dabei mit einer Trommel den Rhythmus an. Das Lied ist zu Ende und die Trommel wandert weiter zu David. Es wird solange gesungen bis jedes Kind trommeln konnte. Danach stehen alle auf und tanzen im Kreis zu „Ringe Ringe Reier“ – so beginnen die Kinder den Tag bei den Betriebs-Tagesmüttern des Krankenhauses Freistadt. Erfolgreiches Pilotprojekt Seit Februar 2013 können Mitarbeiter des LKH ihre Kinder im Alter von einem Jahr bis zum 16. Lebensjahr in die betrieblich unterstützte Kinderbetreuungseinrichtung geben. Das Pilotprojekt fand mit einem Kind seinen Anfang, mittlerweile besuchen 26 Kinder die Einrichtung. Das LKH Freistadt startete dieses Projekt in Zusammenarbeit mit dem Verein „Aktion Tagesmütter“ und in Abstimmung mit dem Land Oberösterreich. Während der Schulzeit werden derzeit 13 Kinder von drei Tagesmüttern betreut. In den Ferien nehmen 26 Kinder die Betreuung in Anspruch. Die Tagesmütter sind bei Bedarf von 6.30 bis 18 Uhr von Montag bis Freitag für die Kinder da. „Wir sind sehr flexibel und richten uns nach den Arbeitszeiten der Eltern“, sagt Tober. „Manchmal sind Kinder bis 15 Uhr angemeldet, wenn die Mutter dann aber doch länger im OP steht, dann kann sie die Kinder natürlich erst später holen.“ Die Betreuungzeiten ändern sich monatlich und werden nach den Dienstplänen der Eltern geregelt. „Im Durchschnitt haben wir am Vormittag vier bis sechs Kinder in der Einrichtung“, sagt Vierhauser. „Am Nachmittag kommen noch Schüler dazu.“ Vierhauser und Tober haben die Ausbildung zur Tagesmutter und Kindergartenhelferin gemacht. „Ich habe schon immer gerne mit Kindern gearbeitet“, sagt Tober. „Das Klima hier ist sehr familiär. Die älteren Kinder helfen den jüngeren, wie in einer Familie“, sagt Vierhauser. Den Kindern stehen im Weißenböckhof ein Spielzimmer, ein Bewegungsraum, eine Küche und auch ein Ruheraum für den Mittagsschlaf zur Verfügung. „Wir gehen auch oft mit den Kindern nach draußen auf den Fußballplatz, den Beachvolleyballplatz oder einfach spazieren“, erzählt Vierhauser. „Das einzige was uns noch fehlt, ist ein eigener Spielplatz.“ Das Mittagessen kommt von der Krankenhausküche. Die Betreuungsgebühr wird nach tatsächlich in Anspruch genommener Betreuungsstunden berechnet und ist nach dem Familien-Bruttoeinkommen sozial gestaffelt. Infos für Unternehmer “Rund 75 Prozent der Betriebe im Bezirk haben Mitarbeiter mit Kinder unter 14 Jahren“, sagt Heidemarie Pöschko, Frau in der Wirtschaft-Bezirksvorsitzende. „Familienfreundlichkeit wird in den Freistädter Unternehmen groß geschrieben, dennoch kommt es zu Betreuungsengpässen. Hier könnten innovative gemeindeübergreifende beziehungsweise (über)betriebliche Kinderbetreuungsmodelle Lösungen bieten. Frau in der Wirtschaft und die Wirtschaftskammer laden interessierte Unternehmner am Dienstag, dem 24. März um 19 Uhr in den Weißenböckhof (Galgenau 28) zu einem Informationsabend über betrieblich unterstützte Kinderbetreuung ein. Bei der Veranstaltung kann die Kinderbetreuungseinrichtung des Krankenhauses besichtigt werden. Danach findet im LKH eine Expertenrunde zu Formen, Rahmenbedinungen und Förderungen von betrieblicher Kinderbetreuung statt. Anmeldung zum Informationsabend bis 19. März an freistadt@wkooe.at

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