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FREISTADT. Bezirksbäuerin Johanna Miesenberger und ihre StellvertreterinMaria Riepl besuchten die Schüler und Lehrer in der HAK Freistadt und verteilten in der großen Pause einige Körbe voller Äpfel. Die Schüler sowie die Lehrer freuten sich über diesen schmackhaften Pausensnack von den Bäuerinnen.

  1 / 2   Bezirksbäuerin Johanna Miesenberger und Stellvertreterin Maria Riepl verteilten Äpfel an die Schüler und Lehrer.

Mango, Papaya oder Ananas, je exotischer desto besser? Ganz sicher nicht, findet Bezirksbäuerin Johanna Miesenberger, daher präsentierten die Bäuerinnen am Tag des Apfels einmal mehr die Vorzüge der heimischen Äpfel. Der Apfel hat mehr zu bieten als die Früchte aus fernen Ländern. „Äpfel sind heimische Obstsorten, die in unseren Regionen wachsen und durch ihre hochwertigen Inhaltsstoffe auf keinem Speisezettel fehlen sollen“, sieht sich die  Miesenberger durch Ernährungsexperten bestätigt. Besonders jetzt, wo Klimawandel und ökologischer Fußabdruck in aller Munde sind, bietet es sich an, zu saisonalem und regionalem Obst zu greifen. 

Äpfel aus ÖsterreichDer Herbst zeigt sein Farbenspiel nicht nur durch die bunt gefärbten Blätter, sondern auch durch das Obst, das jetzt geerntet wird. Die rund 2.800 österreichischen Obstbauern ernten jedes Jahr etwa 220.000 Tonnen Sommer- und Winteräpfel. „Wir haben bei Äpfeln einen Selbstversorgungsgrad von rund 100 Prozent“, erklärt Miesenberger.

Der Apfel ist das Lieblingsobst der ÖsterreicherIn Österreich hat die Direktvermarktung des Apfels, besonders zur Erntezeit, eine große Bedeutung. So kaufen Österreicher gerne frisch geerntete Äpfel direkt beim Bauern oder auf Märkten. Aber auch in heimischen Gärten stehen viele Obstbäume und damit Äpfel aus dem eigenen Garten hoch im Kurs. Eine AMA-Umfrage zum Thema Apfel ergab, dass:5 Prozent im vergangenen Jahr in Bio-Qualität gekauft wurden28 Prozent der Befragten mindestens einen Apfel pro Tag essen und58 Prozent auf heimische Qualität achten 

„Mehr als ein Drittel der Befragten isst mehrmals pro Woche Äpfel, die Vielseitigkeit und der Geschmack der heimischen Äpfel werden dabei besonders geschätzt“,sagt die Bezirksbäuerin.

Kleiner Snack für ZwischendurchÄpfel machen satt und haben nur rund 70 Kalorien pro Stück, damit sind sie eine praktische Zwischenmahlzeit. Sie passen in jede Tasche, verpacken sich dank ihrer Schale quasi selbst, sind schnell zur Hand, wenn man nur kleinen Hunger hat und geben einen spontanen Energieschub. Das kalorienarme Lieblingsobst enthält aber auch viele gesundheitsfördernde Inhaltsstoffe: Leicht verdauliche Kohlenhydrate (Frucht- und Traubenzucker), Pektin und einen Ballaststoff mit verdauungsfördernder und cholesterinsenkender Wirkung. Sonnengereifte Äpfel haben einen besonders hohen Vitamin-C-Gehalt, das vor Zellschäden schützt und die Widerstandskraft des Körpers stärkt. Dazu Mineralstoffe, vor allem Kalium, das wichtige Aufgaben im Nerven- und Muskelstoffwechsel erfüllt sowie sekundäre Pflanzenstoffe, die Herz-Kreislauf-Erkrankungen vorbeugen, das Immunsystem stärken und das Krebsrisiko mindern (zum Beispiel Polyphenole).

Apfelrezept - Apfel-Birnen-Smoothie:

Zutaten: 1 Birne, 1 Apfel, 1/2 Banane, 2 Esslöffel eingeweichter Rosinen, 125 ml Rosinenwasser (worin zuvor die Rosinen eingeweicht wurden)Zubereitung:Das Obst in kleine Stücke schneiden und zusammen mit den anderen Zutaten in einen Mixer geben. Anschließend bis zur gewünschten Konsistenz zerkleinern. Guten Appetit!

Ausnahmejahr 2015Das heiße und trockene Sommerwetter hat Spuren auf den heimischen Obstkulturen hinterlassen. Durch die extreme Hitze und Trockenheit rechnen die Apfelproduzenten mit geringeren Erträgen und das verbunden mit durchschnittlich kleineren Fruchtgrößen. Probleme bereitet den Obstproduzenten weiterhin das Russland-Embargo, welches der Export heimischer Agrarprodukte nach Russland verhindert. „Die Qualität des Apfels im Jahr 2015 ist allerdings sehr viel versprechend, hier können sich die Konsumenten über einen geschmacklich konzentrierten Apfel freuen“ sag Miesenberger zu der heurigen Ernte.Abschließend appelliert Johanna Miesenberger an die Konsumenten, beim Einkauf heimischen Äpfeln den Vorzug zu geben. Denn frische Vitamine und Inhaltsstoffe sind allemal besser als Nahrungsergänzungsmittel. Schließlich heißt es nicht umsonst: „An apple a day keeps the doctor away!“


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