Frauenpower bei der Feuerwehr
BEZIRK FREISTADT. Schon längst überfällig war die Änderung der Feuerwehrdienstgrade in die weibliche Form. Rund 500 Frauen sind derzeit im Bezirk bei den Feuerwehren tätig. Im Verhältnis zu den 9500 Mitgliedern ist das aber immer noch ein kleiner Prozentteil.

Ab sofort ist ein weibliches Feuerwehrmitglied dienstgradmäßig nicht mehr Feuerwehrmann, sondern eine Feuerwehrfrau. Auch alle anderen Dienstgrade bis hinauf zum Kommandanten wurden angepasst. „Die alte Dienstgradordnung war vom Jahr 1985, da hat es noch keine Frauen bei der Feuerwehr gegeben. Die Änderungen wurden nun mit der Neufassung spruchreif“, erklärt Bezirksfeuerwehrkommandant Franz Seitz. Seit 1992 können Frauen offiziell in die Feuerwehr aufgenommen werden. Der weibliche Zulauf zu den Feuerwehren werde ständig mehr, Frauen wären aus dem Feuerwehrwesen gar nicht mehr wegzudenken, sagt Seitz. Die Jugendfeuerwehr ist eine wichtige Anlaufstelle für zukünftige Feuerwehrmänner und -frauen. „Es gibt kaum Quereinsteigerinnen. Die Jugendarbeit im Bezirk ist daher sehr wichtig.“ Somit tauchen auch im Bewerbswesen der Florianis immer mehr Damen auf. „Es gibt wenige komplette Damenbewerbsgruppen, weil es einfach schwierig ist, neun Frauen für eine Gruppe zu finden“, sagt Seitz. Eine dieser kompletten Damenbewerbsgruppen findet sich in Rainbach. Die Mitglieder sind aber dennoch aus mehreren Feuerwehren zusammengewürfelt. Den Rainbacher Feuerwehrfrauen und Probefeuerwehrfrauen (kein Grundkurs) war die Dienstgradänderung aber herzlich egal. „Uns ist es relativ egal, ob es Mann oder Frau heißt. Wir sehen da kein großes Problem darin“, sagt Eva-Maria Röbl. Wichtiger ist ihnen die Kameradschaft untereinander. „Ich finde es schade, dass nur so wenige Frauen bei der Feuerwehr sind, da es echt Spaß macht und man eine tolle Gemeinschaft hat. Der Zusammenhalt und dass man viel miteinander unternimmt, sind einfach toll.“


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