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LASBERG/RAINBACH. Die Volksschule Miteinander Lasberg und die Neue Mittelschule Rainbach haben das Gütesiegel „Gesunde Schule“ verliehen bekommen.  Das Gütesiegel wird an jene Schulen verliehen, die sich in der Schulischen Gesundheitsförderung besonders hervortun. 

  1 / 2   Mag. Markus Peböck, Dr. Gertrude Jindrich, Mag. Christine Haberlander, Dr. Andrea Wesenauer und VertreterInnen der NMS Rainbach i.M. Fotos: Peter Christian Mayr (Cityfoto)

Die Maßnahmen der Schulen wurden von einer Fachjury begutachtet und mit dem Gütesiegel ausgezeichnet. Die Neue Mittelschule Rainbach darf das Gütesiegel nun für drei Jahre verwenden. Neun Schulen konnten bereits zum dritten Mal ausgezeichnet werden, darunter die Volksschule Miteinander Lasberg. Diese Schulen sind bereits seit sechs Jahren Gesunde Schulen. 

Für die zweite Verleihung erhalten die Schulen einen Anerkennungspreis in der Höhe von 200 Euro, für die dritte Verleihung 500 Euro. Der Preis wird gemeinsam von Land OÖ und der OÖGKK finanziert.

Projekt der VS Lasberg

Die Teilnahme am Pilotprojekt „Volksschule macht fit!“ im Rahmen des „Qualitätszertifikats plus“ der Gesunden Gemeinden ist das Highlight des heurigen Schuljahres an der Volksschule Miteinander Lasberg. Dieses Projekt unterstützt Volksschulen bei der Etablierung gesundheitsfördernder Strukturen im Bereich Ernährung und Bewegung im Schul- beziehungsweise Pausenalltag. Fünf Bausteine sollen dabei innerhalb drei Jahre umgesetzt werden. Zur Gesunden Jause hat die Schule bereits einen Elternabend mit einer Ernährungsexpertin des Landes OÖ durchgeführt. Für die zweite und dritte Schulstufe findet außerdem eine sportmotorische Testung „Wie fit bist du?“ statt. Gesundheit ist natürlich auch im Unterricht Thema. Beim Schulschlussfest in Kooperation mit der Gesunden Gemeinde und dem Elternverein werden auch die Eltern und die Öffentlichkeit über die Aktivitäten informiert. Ein zweiteiliger Workshop mit einer Persönlichkeits- und Mentaltrainerin zur Selbstwahrnehmung der Kinder wurde abgehalten und mit den daraus resultierenden Übungssammlungen in den verschiedensten Unterrichtsfächern weitergearbeitet.

Gesundheitsförderung an der NMS Rainbach

Bewegung hat an der Neuen Mittelschule Rainbach einen besonderen Stellenwert. Neben den bewegten Pausen und Bewegungsimpulsen während des Unterrichts nimmt die Schule regelmäßig an den unterschiedlichsten Sportveranstaltungen teil. Beim Projekt „Laufwunder“, welches in Kooperation mit der Caritas veranstaltet wird, läuft die ganze Schule für einen guten Zweck. Die erreichten Kilometer werden in Spendengeld umgerechnet und dieses wird heuer den Roma in Rumänien zur Verfügung gestellt.

An der NMS Rainbach wird täglich gekocht. Von Montag bis Donnerstag gibt es für die Schüler und natürlich auch für die Lehrpersonen täglich ein frisch zubereitetes Essen. Dieses Angebot ist mittlerweile nicht mehr wegzudenken, so gut wird es angenommen. Die Schulköchinnen versuchen dabei die Verbindung von gut und gesund zu realisieren. Darüber hinaus gibt es an der NMS Rainbach die gesunde Jause, den biologischen Pausenapfel, Joghurt vom Biobauern und gegen den Durst einen Trinkbrunnen in der Aula.

Die Schule bietet von der ersten bis zur vierten Klasse jeweils eine Unterrichtseinheit Soziales Lernen an. Als vorrangigste Ziele strebt die Schule dabei die Persönlichkeitsbildung, die Teambildung und den konstruktiven Umgang mit Konflikten an. Eine Besonderheit in Rainbach ist das Angebot „Stil und Etikette“ für die Schüler der vierten Klassen. Bei der Gelegenheit werden mit professioneller Unterstützung die unterschiedlichsten Kommunikationssituationen geübt. 

Die umgesetzten Maßnahmen – kreativ und gesundheitsfördernd

Die jeweilige Schule entscheidet selbst, wie die Gesundheitsförderung umgesetzt wird. Bei den Aktivitäten wird besonderer Wert auf die Nachhaltigkeit und eine gesunde Mischung zwischen verhaltens- und verhältnisorientierten Maßnahmen gelegt. Jede Schule engagiert sich in den Bereichen Ernährung, Bewegung, psychosoziale Gesundheit, Suchtprävention, Rahmenbedingungen und LehrerInnengesundheit. Bei der Umsetzung der Maßnahmen sind der Kreativität keine Grenzen gesetzt. „Bewegte Pausen“, „bewegter Unterricht“ oder eine gesunde Jause gehören in gesunden Schulen bereits zum Standard. In der Pause werden die Kinder auch durch Hilfsmittel wie Pedalos oder Jonglierbälle angeregt, sich mehr zu bewegen. Dadurch kann man sich in der Unterrichtseinheit wieder besser konzentrieren. Zum Trinken gibt es meist Wasser oder ungesüßten Tee, oftmals sogar in vorbereiteten Plastik-Flaschen auch während des Unterrichts. Ein gutes Zusammenleben in der Schule ist eine Grundvoraussetzung für einen ordentlichen Lernerfolg. Aktivitäten zur Gewaltprävention wie eine Friedenstreppe, mit deren Hilfe die Kinder lernen können, wie ein Konflikt ohne Gewalt gelöst werden kann, sind dafür bestens geeignet. Suchtpräventions-Projekte, die vor allem die Stärkung des Selbstbewusstseins zum Inhalt haben, werden ebenfalls in vielen Schulen umgesetzt. 


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