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Halbzeitbilanz: Mit 1,37 Millionen Euro haben die Kernländer schon viel Sinn gestiftet

Mag. Claudia Greindl, 06.09.2017 14:23

MÜHLVIERTLER KERNLAND. Enorm fleißig waren die Menschen in der Leader-Region Mühlviertler Kernland in der ersten Hälfte der Förderperiode 2014 bis 2020: Der Regionalverein listet in der Halbzeitbilanz 49 umgesetzte Projekte, acht Vorhaben im Projektauswahlverfahren und mehr als 20 in der Warteschleife auf.

Stolz auf die Region: Obmann Erich Traxler und Geschäftsführerin Conny Wernitznig Foto: Greindl
Stolz auf die Region: Obmann Erich Traxler und Geschäftsführerin Conny Wernitznig Foto: Greindl

2,316 Millionen Euro warten für die Leader-Region Mühlviertler Kernland in der laufenden Periode im Fördertopf, 1,37 Millionen davon haben regionale Projektträger bereits abgeholt. Mit diesem Ergebnis liegt die Region im Spitzenfeld der 70 österreichischen Leader-Gebiete.

Lob für Freiwillige

„Die Menschen in der Region haben damit aber ein Vielfaches an Investitionen ermöglicht“, lobt Leader-Obmann Bürgermeister Erich Traxler das freiwillige Engagement vieler „Kernländer“ in den 17 Mitgliedsgemeinden. Leader ist kein Förderinstrument, sondern eine sinnstiftende Methode zur Regionalentwicklung – und die passiert bei uns auf allen Ebenen ohne jegliches parteipolitisches Hickhack“, betont Leader-Geschäftsführerin Conny Wernitznig nicht ohne Stolz. Das Projektauswahlgremium, mit 35 Personen vergleichsweise üppig besetzt, ist nicht von Politik und Funktionären geprägt. „Es ist eine bunt gemischte Gruppe von Fachleuten aus Wirtschaft, Sozialem, Tourismus, Jugend und vielem mehr“, sagt Wernitznig.

Leader als perfektes Instrument

Leader sei das perfekte Instrument, um Projekte auf den Weg zu schicken. „Gehen müssen sie diesen Weg aber dann selbst“, fügt Obmann Traxler hinzu. Mit einer Laufzeit zwischen punktuell und maximal drei Jahren sind die Leader-Projekte zwar zeitlich begrenzt, jedoch trotzdem auf nachhaltige Wirkung angelegt. „Die Spuren von Leader sind im Kernland nicht mehr zu verwischen“, sagt Traxler.

Walk of fame geplant

Zu den nächsten Projekten zählen ein „Walk of fame“ mit bekannten, erfolgreichen Kernländern, die Mühlviertel-Akademie und ein Regionsfonds für Bürgerbeteiligungsmodelle. Im Oktober 2018 feiert der Regionalverein Mühlviertler Kernland sein zehnjähriges Jubiläum.

ThinkTank zum Jubiläum

Anstelle eines traditionellen Fests plant man schon jetzt einen regionalen „Think Tank“, einen Treffpunkt für kreative, innovative und regionalverbundene Menschen aus Nah und Fern, die „quer- und zukunftsorientiert denken und sich den Herausforderungen der Zukunft stellen“, sagt Conny Wernitznig.

Ausgezeichnet

Viele der umgesetzten Leader-Projekte im Mühlviertler Kernland sind mittlerweile preisgekrönt. Dazu zählen das Lehrlingsparlament (Sieg beim Wettbewerb „Junge Ideen braucht das Land“), der Bauernladen Freistadt und die Essigmacherinnen (Agrarpreis 2016), die Kreativ-Werk-Tage (Volkskulturpreis), und die Leader-Region selbst räumte den Complemento 2016 für ihr einzigartiges Barrierefrei-Programm ab.


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