Das Freistädter Original: Ein wandelndes Geschichtsbuch
FREISTADT. Erst kürzlich stand der Kustos des Schlossmuseums Freistadt, Fritz Fellner, vor der Kamera. Beim Universum History über die Grenzgeschichte OÖ/Böhmen zog Fellner den geschichtlichen roten Faden durch die Dokumentation.

Fritz Fellner macht die Geschichte Freistadts und des Mühlviertels erlebbar. Seit 18 Jahren ist er Kustos im Schlossmuseum Freistadt, seine Leidenschaft für Geschichte entdeckte er aber bereits im Gymnasium als Schüler von Professor Othmar Rappersberger. „Man muss die Vergangenheit kennen, damit man die Zukunft verstehen kann“, sagt Fellner. „Das ist besonders im politischen Bereich wichtig. Wenn man die Geschichte nicht verstehen will, kann das katastrophal sein.“
Den Leuten zuhören
Die vielen Anekdoten, die Fellner über Freistadt zu erzählen hat, eignet er sich durch das Zuhören an. „Ich lasse mir viel von Zeitzeugen erzählen, das ist irrsinnig faszinierend.“ Ihn selbst interessiert besonders die Grenzgeschichte und welche Rolle Freistadt dabei gespielt hat. Im kommenden Jahr gibt es dazu einen Schwerpunkt im Schlossmuseum. Außerdem ist er auch fasziniert vom angeblichen Verbleib Maria Theresias in Freistadt. „Wo hat der ganze Tross genächtigt? Wie ist es der schwangeren Frau ergangen? Wie viele Ärzte waren dabei? Wie viel Geld hat das Ganze der Stadt gekostet?“
„Geschichte muss weiterleben“
Damit die Geschichte und Geschichten nicht verloren gehen, ist Fellner die Vernetzung und das Öffnen von Archiven wichtig, besonders auch im digitalen Bereich. „Ich möchte, dass die Geschichte weiterlebt!“ Schüler möchte er dazu animieren, sich auch mal mit der Geschichte des Mühlviertels und nicht nur mit den ägyptischen Pharaonen zu beschäftigen. „Freistadts Geschichte hat viel zu bieten!“


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