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Schule für Gesundheits- und Krankenpflege und HLW Freistadt beschließen Schul-Partnerschaft

Regina Wiesinger, 07.07.2018 10:35

FREISTADT. Die Ausbildungslandschaft ist einem permanenten Wandel unterworfen. Hier noch authentische Vorstellungen über einzelne Ausbildungen und Berufsbilder zu erhalten, wird zunehmend schwieriger. Eine Schul-Partnerschaft, wie die aktuell zwischen der Schule für Gesundheits- und Krankenpflege Freistadt und der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe Freistadt geschlossene, ermöglichen ein gutes Kennenlernen der Ausbildungen von Partner-Schulen.

  1 / 2   Die Schulteams und Auszubildenden der HLW Freistadt und der GuKPS Freistadt ziehen mit vielen Aktivitäten ab sofort an einem Strang.Fotos: gespag

Schon bislang fanden immer wieder Schüler der Höheren Lehranstalt für wirtschaftliche Berufe (HLW) Freistadt den (Ausbildungs)-Weg in die Schule für Gesundheits- und Krankenpflege (GuKPS) Freistadt. Dieser Weg hat sich bewährt, sodass die beiden Bildungseinrichtungen nun den Weg einer Schul-Partnerschaft beschreiten werden. 

Ausbildungen kennenlernen

So erfreulich es ist, wenn Jugendliche einer großen Ausbildungs-Vielfalt gegenüberstehen, so schwierig ist es, hier noch den Überblick über die Ausbildungs- und Berufswelt zu behalten. Hier wollen die GuKPS Freistadt und die HLW Freistadt anknüpfen: Gemeinsam kam man überein, eine Schul-Partnerschaft einzugehen. Sie soll beitragen, den Jugendlichen und jungen Erwachsenen ein tiefergehendes Kennenlernen der Ausbildungen von Partner-Schulen zu ermöglichen.

Was die Schul-Partnerschaft bringen soll

Für die Initiatoren der Partnerschaft, Christian Peinbauer, Direktor der GuKPS in Freistadt, Rohrbach und Schärding, und Josef Abfalter, Direktor der HLW Freistadt, ist der Weg in eine Schul-Partnerschaft logisch: „Das Einzugsgebiet unserer beider Schulen ist in erster Linie der Bezirk Freistadt. Hier ist es naheliegend, Anknüpfungspunkte zu suchen und folglich einen intensiven Austausch und eine Zusammenarbeit aufzubauen.“

Die Partnerschaft soll das Wissen über Zugangsvoraussetzungen der einzelnen Ausbildungen fördern. Hier plant man eine Vernetzung unter den Bildungsberatern, um die Schüler ausführlich zu informieren. Die neue Form der Beziehung wird es auch bald einfacher ermöglichen, Schnuppertage zu absolvieren.

Auf Expertenwissen zurückgreifen

Der Ausbildungsschwerpunkt „Gesundheit und Soziales“, der am dreijährigen Zweig der HLW geführt wird, stellt eine solide Grundlage für die nachfolgende Berufs- und Ausbildungswelt in diesem Bereich dar. HLW-Direktor Josef Abfalter freut sich hier auf die Möglichkeit, künftig auf Vortragende und Expertenwissen der Gesundheits- und Krankenpflegeschule zurückgreifen zu können. „Wir pflegen Kooperation und Kontakt mit anderen Schulen“ zitiert Abfalter eine Passage aus dem HLW-Leitbild. „Dem kommen wir hier gerne nach. Mit einem HLW-Abschluss wird gerne der Weg in eine Gesundheitsberufs-Ausbildung eingeschlagen. Mit der neuen Partnerschaft wird es verbessert möglich sein, zu vermitteln, was nachgelagerte GuKPS von unseren Absolventen erwarten.“

Schul-Bewerber kennenlernen

 Durch die praxisorientierten Lehrenden der GuKPS Freistadt will er seinen Schülern Orientierung für eine mögliche künftige Ausbildung beziehungsweise deren späteren Beruf bieten. HLW-Absolventen eröffnen sich an der GuKPS Freistadt verschiedenste Ausbildungsmöglichkeiten: Die Pflegefachassistenz, die mit einem Diplom abschließt, die Fach-Sozialbetreuung inklusive Pflegeassistenz oder das Berufsfindungspraktikum. Christian Peinbauer, Leiter der den Regelschulen nachgelagerten Schule für Gesundheits- und Krankenpflege sieht es als Benefit, die unterschiedlichen Pflege-Berufsbilder und Ausbildungen in der Partner-Schule eingehend vorzustellen, denn diese sind kaum in Kürze zu vermitteln. „Darüber hinaus lernen wir mögliche Bewerber schon früh kennen – und sie uns. Damit kann jeder für sich einigermaßen einschätzen, ob die Gesundheits- und Krankenpflege eine Option ist. Auch können Ausbildungsberatungen einzelner Interessenten gezielter vorgenommen werden.“

Pflege-Ausbildungen zeichnen sich durch gute Berufsaussichten aus. Für Christian Peinbauer kommt noch ein wesentlicher Punkt hinzu: „Die 'Karrierewege Pflege' ermöglichen die Durchgängigkeit von Ausbildung zu Ausbildung. So kann zum Beispiel jemand mit einem Pflegeassistenz-Abschluss den Durchlauf bis hin zu einem Doktorat meistern.“

Online-Vernetzung geplant

Einladungen zu Info-Veranstaltungen in die jeweiligen Partner-Schulen sowie Schnupper-Tage in der GuKPS Freistadt sind bereits fixiert. In nächster Zeit werden weitere Kooperationsfelder geprüft. Und auch ein online-Austausch ist geplant: Interessantes aus den einzelnen Schulen soll sich bald auch auf den jeweiligen Internet- und Facebook-Seiten der Partner finden.


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