Alle 39 Minuten ereignet sich in OÖ ein Unfall mit einem Wildtier
OÖ. Rund 13.400 Wildtiere kamen in der Saison 2016/2017 im Straßenverkehr in Oberösterreich zu Tode. Dies bedeutet, dass sich alle 39 Minuten ein Unfall mit einem Wildtier auf Oberösterreichs Straßen ereignet.

Rund 13.400 Wildunfälle werden jährlich in Oberösterreich verzeichnet. Dabei kommen aber sehr oft nicht nur die Wildtiere zu Schaden, auch die Fahrzeuginsassen können schwer verletzt werden.
Geschwindigkeiten zu hoch
Im Durchschnitt der letzten Jahre sind 66 Prozent der verunglückten Personen männlich, ein relativ großer Anteil der verunglückten Personen waren Personen im Alter zwischen 15 und 24 Jahren (45 Prozent). Das ist ein bemerkenswert großer Anteil und lässt sich auf geringere Fahrerfahrung sowie geringere Schutzfunktion, z. B. durch ein Moped, zurückführen. „Es ist besonders wichtig, die Gefahrenzeichen „Achtung Wildwechsel“ ernst zu nehmen“, erklärt Othmar Thann, Direktor des KFV. „Außerdem soll die Fahrgeschwindigkeit entsprechend angepasst werden. KFV-Messungen haben gezeigt, dass die Fahrgeschwindigkeit nicht, beziehungsweise nur gering um ein bis vier km/h reduziert wird, selbst wenn Wildtiere schon in einem Feld neben der Straße stehen.“
Richtiges Verhalten bei und nach dem Unfall
Wenn ein Zusammenstoß mit einem Wildtier unvermeidlich ist, sollte stark gebremst und das Lenkrad gut festgehalten werden. Nach dem Unfall muss die Gefahrenstelle unverzüglich abgesichert und die Exekutive verständigt werden. Die Nichtmeldung eines Sachschadens ist strafbar. Getötetes Wild darf niemals mitgenommen werden – auch nicht zum Tierarzt. Vielmehr ist eine rasche und korrekte Meldung des Unfalls hilfreich, da so der zuständige Jagdaufseher hinzugezogen werden kann.


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