Bäche viel zu trocken: Bachforelle findet keine Plätze zum Ablaichen
BEZIRK FREISTADT. Die anhaltende Trockenheit im heurigen Jahr gefährdet die Bestände der Bachforelle. Die Fließgewässer führen zu wenig Wasser, wodurch die Bachforelle nicht ablaichen kann.

Mitte November bis Mitte Dezember ist die Hauptlaichzeit der Bachforelle. „Ich bin seit 15 Jahren Landesfischermeister. Aber ich kann mich nicht erinnern, dass die Lage schon einmal so dramatisch war wie derzeit. Viele Fließgewässer sind nur mehr Rinnsale“, sagt Siegfried Pilgerstorfer vom Oberösterreichischen Landesfischereiverband.
Lage in ganz Oberösterreich dramatisch
Bachforellen sind Kieslaicher, die ihre Eier im Substrat vergraben. Damit sich diese entwickeln können, braucht es ausreichende Durchströmung, die allerdings heuer aufgrund der extremen, langanhaltenden Niederwasserphase fehlt.
„Ideal ist es, wenn die Eier 20 Zentimeter hoch mit Wasser überströmt werden. Doch die Bäche führen einfach zu wenig Wasser – und zwar nicht nur im Mühlviertel, sondern im ganzen Bundesland“, weiß Pilgerstorfer, übrigens ein gebürtiger Windhaager.
„Großteil der Brut wird es gar nicht erst geben“
„Wir können nur hoffen, dass bis Mitte Dezember noch ausreichend Niederschlag kommt, damit die Bachforelle ablaichen kann. Es ist aber zu befürchten, dass es den Großteil der Brut gar nicht erst geben wird. Und das, wo die Bestände der Bachforelle durch den Fischotter ohnehin schon stark dezimiert sind“, gibt Siegfried Pilgerstorfer zu bedenken.


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