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BEZIRK FREISTADT. Borkenkäfer, Sturm und jetzt auch noch Schäden durch die massive Schneelast – Waldbauern erleben gerade viele Tiefschläge. Hilfsmittel aus dem Katastrophenfonds sollen die Schäden abmildern.

Schneedruckschäden belasten Waldbauern im Mühlviertel. Foto: LK OÖ
Schneedruckschäden belasten Waldbauern im Mühlviertel. Foto: LK OÖ

„Wir rechnen mit 700 bis 1.000 Festmetern Schadholz“, erzählt Thomas Katzenschläger, ein Betroffener aus Schönau, dessen Wald sich auf sehr steil abfallendem Gelände befindet. „Genaueres kann man aber erst am Ende des Winters sagen. Wichtig ist, dass man die kaputten Bäume so schnell wie möglich aus dem Wald schafft. Sonst nutzt der Borkenkäfer im Frühjahr das geschwächte Holz.“ Doch das schnelle Aufarbeiten ist gar nicht so einfach, neben der Berufstätigkeit erschwert auch der viele Schnee die Holzarbeit, vor allem in einer steilen Lage.

Mühlviertel ist stark betroffen

Hauptsächlich betroffen von den Schneedruckschäden sind vor allem das Mühlviertel, die Hausruckregion und das südliche Bergland, heißt es von der Landwirtschaftskammer Oberösterreich. „Im Bezirk Freistadt sind Waldbauern in allen Gemeinden in einer Höhenlage von 600 bis 800 Metern betroffen“, sagt Johannes Gahleitner, Leiter der Bezirksbauernkammer. Es gibt bereits viele Anfragen an die Forstberater. „Ob man einen Bestand erhalten kann und einzelne Bäume rausnimmt oder Teile ganz neu aufforstet, muss im Einzelfall entschieden werden.“

Niedrige Holzpreise und Katastrophenfonds

Aufgrund der hohen Borkenkäfer-Schadholzmengen im vergangenen Jahr und eines größeren Sturmereignisses Ende Oktober ist der Markt für Sägerundholz bereits schon äußerst angespannt. „Wir rechnen mit einem Überschuss. Das drückt die Holzpreise“, sagt Gahleitner. Das Land Oberösterreich sicherte nun Beihilfen aus dem Katastrophenfonds und weitere Maßnahmen zu. Anträge auf Gewährung von Beihilfen sind bei den Gemeinden oder Magistraten einzureichen. Die Antragsfrist beträgt 120 Tage ab Kenntnis des Schadens. Infos auf www.land-oberoesterreich.gv.at


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