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WEITERSFELDEN. In Weitersfelden wird das Brauchtum rund um den Frauendreißiger, der Mitte August beginnt und einen Monat lang dauert, hochgehalten. Im Volksglauben haben im Frauendreißiger die Pflanzen besondere Kraft, daher sollten die meisten Heilkräuter in diesen 30 Tagen gesammelt werden.

Auch die Goldbandträgerinnen und Häubchenmädchen helfen mit (Foto: Ludwig Riepl)
  1 / 4   Auch die Goldbandträgerinnen und Häubchenmädchen helfen mit (Foto: Ludwig Riepl)

In den Tagen rund um Mariä Himmelfahrt werden von Frauen der Goldhauben- und Kopftuchgruppe Weitersfelden Blumen und Kräuter für die Weihe am sogenannten „Großen Frauentag“ am 15. August gesammelt. Manche Frauen beginnen exakt am 8. August und beenden die 30 Frauen-Tage dann am 8. September dem Festtag „Maria Geburt – da fliegen die Schwalben furt“.

Viele Frauen sammeln die Blumen und Kräuter für die Kräuterbuschen erst ab dem 12. August und beenden dann den „Frauendreißiger“ am 12. September mit dem Marienfesttag „Maria Namen – da sagt der Sommer Amen“. In den Hochlagen der Mühlviertler Alm war um diese Zeit der Hochsommer endgültig vorbei und meistens konnte man sich aber auf einen schönen nebelfreien sogenannten „Altweibersommer“ freuen.

Früher durften ab dem 12. September die armen Leute das liegengebliebene Korn von den abgeernteten Feldern sammeln.  Eher seltener wurde bei uns der „Frauendreißiger“ erst am 14. September, dem Fest der Kreuzerhöhung beendet.

Duftende Kräuterbuschen

In Weitersfelden treffen sich die Damen mit den gesammelten Blumen und Kräutern am Vortag von Mariä Himmelfahrt und binden duftenden schönen Kräuterbuschen mit frischen Pflanzen.

Mit dem Mariä-Himmelfahrtstag erreichte der Sommer seinen Höhepunkt, die Wiesen stehen in bunter Pracht und bieten Blumen bzw. Kräuter in reicher Fülle. Den Heilkräutern wird in der Zeit des „Frauendreißigers“ zwischen dem großen (15. August) und dem kleinen Frauentag (8. September) eine besondere Wirkung nachgesagt.

Im Volksglauben haben im Frauendreißiger die Pflanzen besondere Kraft, daher sollten die meisten Heilkräuter in diesen 30 Tagen gesammelt werden. Nur das Johanniskraut und die Blütenblätter der Anika (Anmerkung: Naturschutzgesetz beachten und keinesfalls die ganze Pflanze ernten) wurden zur Sommersonnenwende Ende Juni geerntet.


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