Sechsfach-Mutter, Kommunalpolitikerin, Ehrenamtliche: Marietta bekam die Ehrenbürgerwürde
WEITERSFELDEN. Besondere Auszeichnung für eine besondere Frau: Maria Margarete Hackl, genannt Marietta, bekam die Ehrenbürgerwürde verliehen.

Bürgermeister Franz Xaver Hölzl streute der frischgebackenen Ehrenbürgerin in seiner Laudatio Rosen: „Mit Marietta ist in der vergangenen Periode eine wahrhaft kommunale Institution aus dem Gemeinderat ausgeschieden. Denn sie war von 1985 bis 2021, also unvorstellbare 36 Jahre, Gemeinderätin in Weitersfelden“, berichtete er. Von 1997 bis 2015 war Hackl auch im Gemeindevorstand tätig.
Hölzl weiter: „Es war ja nie leicht, Frauen für öffentliche Funktionen zu gewinnen. So war sie in ihrer ersten Periode 1985 nur mit Ehrenbürgerin Maria Kammerer die einzige Frau im Gemeinderat. Mehr als drei Frauen konnten eigentlich nie für die Gemeinderatsarbeit gewonnen werden. Somit kann man sagen, dass Marietta jahrzehntelang die Frauen in der Weitersfeldner Kommunalpolitik vertreten hat.“ Die Repräsentanz der Frauen wird dadurch ganz eindrucksvoll unterstrichen, dass Marietta von 27. Juni 1984 bis zum 30. August 2021, also 37 Jahre, das Amt der Obfrau der Frauenbewegung in Weitersfelden ausgeübt hat. In dieser Funktion organisierte sie viele Veranstaltungen und Reisen federführend und führte sie durch. Mit den Erlösen wurden kulturelle oder soziale Projekte in Weitersfelden unterstützt.
Vom Kreißsaal in den Sitzungssaal
Wie es in der Laudatio weiter hieß, hat Marietta ihr Amt mit hoher Verantwortung, Augenmaß und Toleranz sowie außergewöhnlicher Verlässlichkeit erfüllt. Die Verlässlichkeit der Mutter von sechs Buben ging so weit, dass sie, nachdem sie von einer Entbindung vom Krankenhaus nach Hause gekommen war, bereits am nächsten Tag wieder zur Fraktions- oder Gemeindesitzung ging. Marietta war immer eine verlässliche Teilnehmerin, wenn es Veranstaltungen auch außerhalb der Gemeinde, z. B. auf der Mühlviertler Alm oder im Bezirk zu besuchen galt. Darüber hinaus war sie 18 Jahre Kassierin der Goldhauben- und Kopftuchgruppe.
Wichtige Arbeit im Hintergrund
Marietta hat neben den oben angeführten Tätigkeiten unzählige und ganz wertvolle Arbeiten mit aller Bescheidenheit still und leise im Hintergrund erledigt. So kümmert sie sich seit Jahrzehnten um die Ortsbildpflege im Markt. Meistens gemeinsam mit Franziska Müller setzt sie im Frühjahr die Blumen und kümmert sich um die Grünflächen. Beinahe täglich wird gegossen, bei Bedarf gejätet und geschnitten und am Saisonende eingewintert. Zusätzlich geht Marietta seit vielen Jahren beim Adventkranz- und Maibaumbinden voran. Außerdem kümmert sie sich federführend um die Ausschank im Klubhaus der Sportunion bei Fußballspielen.“


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